„Ich persönlich rechne mit Juni, bis wir wieder öffnen“

Auch nicht erbaut über die sich abzeichnende Verlängerung in der Gastronomie zeigt sich Reto Labhart, der seit November 2019 die Musigbar Mariaberg in Rorschach führt und vorher über ein Dutzend Jahre die Münzhofbar betrieben hat. «Das Konzept meines Betriebes ist auf Barbetrieb und Livekonzerte ausgerichtet. Alles Sachen, die sich mit der Bekämpfung einer Pandemie nicht wirklich vorbehaltlos verbinden lassen», sagt Reto Labhart. Er selber rechne damit, dass der Bundesrat nächste Woche die Gastroszene bis Ende Februar schliessen wird. Seine beiden Mitarbeiterinnen hat er bei der Kurzarbeit angemeldet, so dass zumindest diese mehr oder weniger versorgt sind.

Reto Labhart geht davon aus, dass es Juni wird, bis er seinen Gastrobetrieb wieder so führen kann, wie er sich das vorstellt. «Wir sind ein Abend- und Nachtbetrieb und wenn man die Möglichkeit bekommt, ein Restaurant bis 19 Uhr zu öffnen, dann geht das bei uns einfach nicht».

Aktuell kämpft sich Reto Labhart durch die Formulare, die es auszufüllen gilt, wenn man von der Härtefallklausel profitieren will. Er ist Realist genug, um sich nicht nur darauf zu konzentrieren, dass er Unterstützung bekommt. Aber zumindest versucht er es. «Im Augenblick knabbern wir am Ruhegeld, welches eigentlich für die Pension gedacht war».