Herberge & Strandbad-Restaurant werden verpachtet

Die Stadtkanzlei Rorschach hat soeben nachstehende Medienmitteilung verschickt. Es tut sich was rund um das Strandbad Rorschach …

Zukunft Strandbad und Herberge Rorschach

Am vorletzten Sonntag ist die Badesaison 2020, die unter speziellen Bedingungen stand, zu Ende gegangen. Einerseits war da das Virus, das die Welt nach wie vor in Atem hält und andererseits zeichnete sich die Stadt Rorschach erstmals seit mehreren Jahren wieder für den Badebetrieb verantwortlich. Rückblickend betrachtet darf man ein durchwegs positives Bild ziehen. Der überaus schöne Sommer hat zudem das Seine dazu beigetragen. Dies widerspiegelt sich auch zahlenmässig in den Einnahmen aus den Eintritten. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen seitens der Besucherinnen und Besucher bestätigen dem Stadtrat, dass mit der Übernahme des Badebetriebes vom Pächter eine qualitative Aufwertung des Strandbades stattgefunden hat.

Nachdem auch das Pachtverhältnis für das Restaurant und die Herberge einvernehmlich per Ende 2020 aufgelöst wird, hat sich der Stadtrat anlässlich seiner letzten Sitzung mit der Zukunft des Strandbades und der Herberge befasst.

Mit der aussergerichtlichen Einigung betreffend Auflösung des Pachtverhältnisses besteht für die Stadt Rorschach nun die Chance, dass per 1. Januar 2021 eine neue organisatorische und strategische Ausrichtung für das Strandbad möglich wäre. Denkbar sind dabei grundsätzlich drei Szenarien:

  • Gesamtanlage (Strandbad, Herberge und Restaurant) wird von der Stadt Rorschach an einen Dritten verpachtet;
  • Herberge und Restaurant werden an einen Dritten verpachtet und das Strandbad verbleibt bei der Stadt Rorschach und wird von ihr betrieben;
  • Gesamtanlage (Strandbad, Herberge und Restaurant) verbleibt bei der Stadt Rorschach und wird durch diese betrieben.

Für jede dieser Varianten gibt es sowohl Vor- als auch Nachteile in Erwägung zu ziehen.

Der Betrieb einer Herberge oder eines Restaurants kann – im Gegensatz zu jenem eines Strandbades – nicht Kernaufgabe einer politischen Gemeinde sein. Mit dem Betrieb eines Restaurants hat die Stadt Rorschach in der Vergangenheit zudem bereits negative Erfahrungen gemacht. Unter diesem Aspekt kann die Variante «Gesamtanlage (Strandbad, Herberge und Restaurant) verbleibt bei der Stadt Rorschach und wird durch diese betrieben» keine Option sein.

Die Variante «Gesamtanlage (Strandbad, Herberge und Restaurant) wird von der Stadt Rorschach an einen Dritten verpachtet» hat gezeigt, dass der Betrieb des Strandbades zu Gunsten der Herberge und des Restaurants über Jahre vernachlässigt wird und die Stadt kaum Einfluss auf die Qualität nehmen kann. Als Eigentümer der Liegenschaft beklagen sich aber trotzdem immer wieder Besucherinnen und Besucher bei der Stadt. Die gemachten Erfahrungen mit der Verpachtung der Gesamtanlage haben gezeigt, dass diese Art der Verpachtung auf lange Frist gesehen nicht erfolgreich ist.

Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile hat der Stadtrat daher beschlossen, die Herberge und das Restaurant an einen Dritten zu verpachten. Das Strandbad selber soll jedoch bei der Stadt Rorschach verbleiben und von ihr betrieben werden. So kann die Stadt Rorschach direkt Einfluss auf die Qualität des Strandbades nehmen und die Attraktivität am Betrieb der Herberge und des Restaurants durch einen Dritten wird gesteigert.

Folgedessen wird in den nächsten Wochen die Verpachtung der Herberge und des Restaurants zur Bewerbung öffentlich ausgeschrieben.

Walter Zoo

Der 1961 gegründete Walter Zoo gehört schweizweit zu den bekanntesten und bestgeführten Zoos. Er wird jährlich von rund 250’000 Erwachsenen und Kindern besucht, die dort im Kontakt mit rund 130 Tierarten persönliche Eindrücke gewinnen. Trotz dieser Besucherzahlen lassen sich der Zoobetrieb und das Engagement für internationale Zuchtprogramme nicht allein über die Einnahmen der Zookasse, der Gastronomie und des Zooshops finanzieren.

Mehr als 50 Gemeinden unterstützen deshalb den Walter Zoo. Auch die Stadt Rorschach unterstützt den Walter Zoo in Gossau seit Jahren. Der Jahresbeitrag dieser Partnergemeinden wird auf Basis der Einwohnerzahl berechnet. Der Beitrag pro Einwohner unterscheidet sich nach Distanz der Gemeinde zum Zoo.

Der Stadtrat hat letztmals im Jahr 2014 einen jährlichen Beitrag beschlossen, befristet bis ins Jahr 2020. An seiner letzten Sitzung verlängerte der Stadtrat nun sein finanzielles Engagement um weitere fünf Jahre. Der jährliche Beitrag beläuft sich auf CHF 2’300.00.

Baubewilligungen erteilt

  • Stadt Rorschach für Errichtung öffentliche Sammelstelle (1 Unterflurcontainer) am Lindenplatz;
  • GSP Treuhand AG, Rorschach, für Mieterausbau Büro im 2. OG an der Löwengartenstrasse 46;
  • Michael Hinder und Silke Keller, Mörschwil, für Photovoltaikanlage auf Dach an der Signalstrasse 47;
  • Moritz Meichtry, Rorschach, für Fassadensanierung an der Hauptstrasse 28;
  • Martin Schildknecht, Rorschach, für Wandmalerei an Westfassade an der Seestrasse 4.

Der Stadtrat hat ausserdem

mit der katholischen Kirchgemeinde Region Rorschach eine Vereinbarung über die Erstellung einer überdachten Veloparkierungsanlage in der Südostecke des Gebäudes an der Kirchstrasse 5 (Haus Gallus) abgeschlossen. (pd sk)