Katzen im Baum, Eichhörnchenwaisen und neue Vizepräsidentin: Tierschutz Rorschach und Umgebung hält Hauptversammlung in Goldach
Am vergangenen Samstag hat der Tierschutz Rorschach und Umgebung seine Hauptversammlung im katholischen Pfarreiheim in Goldach abgehalten. Der Schaffhauser Verein „Animal Rescue – Tierrettung Schweiz“ war als Gast eingeladen.
Am vergangenen Samstag hat der Tierschutz Rorschach und Umgebung seine Hauptversammlung im katholischen Pfarreiheim in Goldach abgehalten. Nachdem im vergangenen Jahr der Nothilfekurs für Tiere auf positive Resonanz gestossen war, hat der Vorstand auch in diesem Jahr Gäste eingeladen, welche vorgängig zur Hauptversammlung aus ihrem Tierrettungsalltag berichteten.
Ricky Meyer und Laura Schaad vom Verein „Animal Rescue – Tierrettung Schweiz“ waren mit ihrem Rettungsmobil aus Schaffhausen angereist und erzählten Anekdoten aus ihrer über 30-jährigen Tätigkeit als ehrenamtliche Tiertransporteure in der Ostschweiz und darüber hinaus. Die Tierrettung sei ein 24-Stunden-7-Tage-Job. Das Paradebeispiel für ihre Tätigkeit sei, so Meyer, das Telefon um Mitternacht, bei welchem sich ein Hundebesitzer meldet. Dem Hund gehe es schlecht. Ob denn die Tierrettung sich ihn mal anschauen könne. Doch Meyer stellte klar: «Medizinische Hilfe macht der Verein nicht.»
Der Verein rettet und transportiert Tiere. Beispielsweise Katzen, welche während der Überführung ins Tierspital mit Sauerstoff versorgt werden müssen, oder Igel, welche in die Auffangstation wollen. Auch ausgesetzte Schlangen fangen sie ein. Einzig um Wildtiere kümmern sie sich nicht. Meyer sagte: «Solange das Tier so leben kann, wofür es geboren wurde, lassen wir es.» Bei den Eichhörnchen machen sie eine Ausnahme. Gerade sei Hochsaison für Anrufe zu jungen Eichhörnchen, welche ihre Mutter verloren haben, und zur Auffangstation gebracht werden wollen.
Schön sei, wenn der Verein eine vermisste Katze zu ihren Besitzern zurückbringen kann. Die Dankbarkeit der Besitzer mache Freude. Finanziert wird der Verein durch Spenden. Das reiche, so Meyer, gerade für die Finanzierung der beiden Vereinsfahrzeuge. Wer die Tierrettung hautnah miterleben will, sei eingeladen auf Anfrage einen Tag im Rettungsmobil mitzufahren, schloss Meyer den Vortrag. Die Anwesenden waren darauf eingeladen, sich das Rettungsmobil selbst anzuschauen.
Dieses erweist sich als so spannend, dass die Hauptversammlung etwas verspätet begann. Vereinspräsident Claudio Eicher gegrüsste die 29 Vereinsmitglieder und die 15 Gäste herzlich. Er sagte: «Es ist eine Freude, dass die Hauptversammlung jedes Jahr grösser wird.» Der Tierschutz Rorschach und Umgebung bietet ein aktives Vereinsleben und wächst. Das neuste Vereinsmitglied war erst an diesem Samstag dazugekommen und bereits bei der Hauptversammlung anwesend. Auch die Anwesenheit der Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter von sieben regionalen Tierschutzvereinen, eine Vertreterin des Schweizer Zentralvorstandes und eine Vertreterin vom Veterinäramt Thurgau zeigte, wie vernetzt und aktiv der hiesige Tierschutz sei.
Die Traktanden waren in Rekordzeit abgehandelt. Die Protokolle, der Jahresbericht des Präsidenten und die Jahresrechnung wurden einstimmig genehmig. Der Mitgliederbeitrag von 40 Franken jährlich blieb beim Alten. Danach wurde der Vorstand einstimmig bestätigt. Beisitzerin Sandra Belz, welche bereits als Vizepräsidentin ad interim wirkte, wurde einstimmig in das Amt der Vizepräsidentin gewählt. Nach der kurzen Hauptversammlung lud der Vorstand zum Essen und Verweilen ein. Der Vorstand und freiwillige Helfer hatten Spaghetti, unterschiedliche Saucen und Beilagen gekocht. Bis spät in die Nacht verweilten die Versammelten im katholischen Pfarreiheim.
Der Vorstand bedankt sich bei allen Anwesenden für die schöne und konstruktive Zusammenarbeit. Der Verein freut sich auf das nächste Jahr voller aktivem und gemeinschaftlichem Tierschutz. (Text/Bilder: pd tsv-r ce)



