Olaf Sager hat anfangs Woche informiert, dass er auf Ende der laufenden Meisterschaft vom Traineramt zurücktreten wird. Für das Rorschacher Echo Grund genug, um ihn zu fragen, wie er seine Tätigkeit beim FC RG 17 rückblickend beurteilt und was er in den verbleibenden Wochen mit seinem Team noch alles bewerkstelligen will.
«Ich durfte vom ersten Tag an in Ruhe arbeiten. Auch wenn wir nicht optimal in die Saison gestartet sind oder einmal 2 bis 3 Spiele in einem Tief waren, stand nicht sofort ein Sportchef oder Präsident da und hat Druck gemacht. Das Thema «Aufstieg» war von Anfang an da, aber auch hier, ohne Druck. Wenn es klappt, super, wenn nicht, geht die Welt nicht unter, versuchen wir es weiter», sagt Olaf Sager.
Selten so einen Zusammenhalt erlebt
«Der FC RG 17 präsentierte sich mir als ein sehr familiäres Umfeld und vor allem der ausgeprägte Teamgeist innerhalb der Mannschaft hat mir unglaublich imponiert. Ich habe bisher selten so einen Zusammenhalt gesehen. Und wenn ich Wünsche an den Vorstand oder an den Zweckverband Kellen hatte suchten alle gemeinsam nach machbaren Lösungen. Sei dies bei den Busfahrten an die Auswärtsspiele, Verpflegungen, Trainingsbälle, Platzbelegungen, Trainingslager, usw. Und ein ganz wichtiges Kriterium war und ist die tolle Zusammenarbeit mit den Trainern der 2. Mannschaft und Junioren. Wir helfen uns gegenseitig mit Spielern aus oder teilen die Plätze Ich habe das auch schon anders erlebt, da wollte der Juniorentrainer seinen besten Spieler nicht geben. Hier freut man sich, wenn einer mit der ersten Mannschaft mitdarf!», freut sich der Trainer.
Gute Zusammenarbeit und viel Fachkompetenz
Olaf Sager findet auch, dass viel Fachkompetenz und Fussballsachverstand im Vorstand herrscht und jedes Vorstandsmitglied kennt sein Resort und macht einen tollen Job. Er habe sich von Anfang an wohl gefühlt und der FC RG 17 sei ihm in den 4 Jahren auch echt ans Herz gewachsen. «Ich habe und hatte immer das Gefühl, dass meine Arbeit geschätzt wurde. Und ausschlaggebend für ein erfolgreiches Auftreten ist die Zusammenarbeit mit dem Staff. Ich hatte 3 Assistenten, 2 Torhütertrainer, 2 Sportchefs, 2 Masseure und 2 Teammanager. Deshalb geht mein Dank auch an Claudio Campobasso, Stefan Niklaus, Daniel Pugliese, Carlos Silva, Marco Guetg, Emilio Knecht, Silvio Hitz, Stefko Pavlovic, Peter Schlegel, Urs Baumgartner und Suat Mevmedoska. Sie alle haben Anteil an diesen erfolgreichen 4 Jahren», so Olaf Sager in einer ersten Zwischenbilanz.
Nochmals Vollgas geben
So etwas wie eine «Laissez-faire»-Haltung wird bei Olaf Sager nicht aufkommen. «Wir wollen so rasch als möglich den Ligaerhalt sichern, denn der Start in die Rückrunde war nicht, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir wollen auch an die Möglichkeit glauben, wenn in Richtung Cup-Plätze noch etwas gehen soll. Dafür müssten wir Ende Saison auf einem der ersten 3 Tabellenplätze stehen oder das Glück haben, zu den besten Viertplatzierten zu gehören. Eine 3. Cupqualifikation wäre natürlich perfekt und wirklich das berühmte Tüpfelchen auf dem «i». Aber es ist auch ein sehr hoch gestecktes Ziel», ist sich Olaf Sager auch sicher.
Er will nach Möglichkeit auch den jungen Spielern Einsatzzeit ermöglichen und sie so Schritt für Schritt näher an die Startelf heranführen. «Ich möchte die Zeit mit den Spielern und der Mannschaft, die letzten Spiele beim FC RG 17 so richtig geniessen. Ich freue mich aber auch auf eine schöpferische Pause, obwohl ich schon jetzt weiss, dass mir spätestens im Herbst der Fussball bereits wieder etwas fehlen wird», so Olaf Sager abschliessend.
Der FC Rorschach-Goldach 17 spielt morgen Samstag ab 16 Uhr beim FC Uster (2. in der Tabelle) und empfängt dann bereits am Gründonnerstag (6. April 2023) auf Kellen um 20 Uhr den FC Wil 2.




