Ernüchternde Woche für die Herren 1 des HC GoRo

Nachdem sich das Herrenteam am Donnerstag im Cupspiel gegen die Reserve von Arbon nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und in der Verlängerung verdient ausschied, wollte man 48 Stunden später gegen Kreuzlingen 2 einiges wieder richtigstellen.

Man schwor sich vor dem Spiel ein. Man wollte sich als Mannschaft präsentieren und gemeinsam einen wichtigen Heimerfolg holen. Die ersten Minuten waren daher auch ausgeglichen, GoRo zeigte sich wach und motiviert. Doch mit zunehmender Spieldauer verpuffte dieser Effekt. Kreuzlingens Schlüsselachse Fülöp/Göhringer kam immer wieder unbedrängt zu einfachen Torwürfen, welche sie erfolgreich verwandelten. So lief das Fanionteam den Rest der Halbzeit einem Rückstand hinterher. Knapp 7 Minuten vor dem Pausentee war GoRo kurzzeitig wieder bis auf 1 Tor herangerückt. Doch selbst diese Phase konnte nicht in ein positives Gefühl umgemünzt werden. Der Gegner zog nochmals an und schon stand es zur Halbzeit 11:15 zugunsten von Kreuzlingen.

Es heisst, die ersten Minuten nach Wiederanpfiff sind entscheidend für den weiteren Spielverlauf – und das waren sie tatsächlich. Jedoch für den Gegner aus dem Thurgau. Sie machten mit dem völlig mut- und konzeptlosen GoRo-Team kurzen Prozess und setzten sich nach 40 Minuten mit 10 Toren ab. Nun war die Luft komplett raus. Man fand, wie so oft in der Saison, keine Mittel gegen solch eine offensive Verteidigung. Auch die Laufbereitschaft des Fanionteams schwand gegen Null. So plätscherten die letzten Minuten dahin, und bei keinem Spieler hatte man das Gefühl, sich gegen die Niederlage stemmen zu wollen. So konnte Kreuzlingen einen letztlich ungefährdeten 32:23-Sieg einfahren und die 2 Punkte aus der Semihalle entführen.

Einzig nennenswerte Szene aus dem Spiel von GoRo war der 30m-Pass von Engeler auf den Toptorschützen Windler, welcher den Ball im Flug gefangen hat und mit einem herrlichen Kempa verwandelte.

Nun hat das Herren 1 wieder eine vierwöchige Pause und damit genug Zeit, um eventuell mal Abstand zu nehmen, sich die Wunden zu lecken und die Unstimmigkeiten zu beheben. (pd/nb)