Rorschach rüstet sich für die Fussball-WM

Am kommenden Donnerstag startet in Russland die Fussball-Weltmeisterschaft. Eines ist gewiss: Das Finalspiel werden nicht Italien und Holland bestreiten. Ansonsten ist vieles offen. Auch in Rorschach wollen viele an diesem Hype teilhaben und rüsten daher individuell auf. Das mit der Beflaggung der eigenen Balkone ist noch etwas zaghaft, aber die WM beginnt ja auch erst am Donnerstag. Und wer noch das passende Outfit haben will, hat in Rorschach eine Topadresse: Fussball Factory von Jimmy Fernandez im Stadtwald 1 hat die Trikots der teilnehmenden Länder.

Und vielleicht erfahren wir im Verlauf der Woche noch, ob nach einem Sieg der Schweizer gegen Brasilien am nächsten Sonntag in Rorschach Freinacht ist oder nicht. Es kann ja nicht sein, dass man nach Matchende nicht mehr in einer Beiz feiern kann, weil diese dicht machen müssten. Aber eigentlich ist das auch egal. Die RorschacherInnen haben sich schon immer zu helfen gewusst …

Wichtig dürften auch noch der Kapo-Ratgeber zu den Verhaltensregeln an Fussball-Weltmeisterschaften sein. Hier noch die Medienmitteilung der Kapo SG:

„Bald steht wieder die Fussball-Weltmeisterschaft vor der Tür. Damit die Bevölkerung nicht nur die Spiele, sondern auch die Feste danach geniessen kann, appellieren wir an die Vernunft der Feiernden und bitten darum, einige einfache Regeln zu befolgen. Hier erfahren sie, was erlaubt ist und was teuer werden kann.

Trotz der Freude über ein gewonnenes Spiel darf das Feiern keine Personen gefährden oder belästigen. Laut gefeiert werden darf deshalb bis eine Stunde nach Spielende, maximal jedoch bis Mitternacht. Nach dieser Zeit ist auf die Abgabe von übermässigen Warnsignalen, beispielsweise mit der Hupe, zu verzichten. Ebenso ist Lärm zu vermeiden, sei dies mit unnötigem Herumfahren mit dem Fahrzeug, dem Aufdrehen von Radio und anderen Tonwiedergabegeräten oder in Form allgemeiner Nachtruhestörung oder Belästigung. Sachbeschädigungen jeglicher Art werden genau wie Körperverletzungen oder Tätlichkeiten wie üblich geahndet und sind zu keiner Zeit tolerier- oder entschuldbar.

Wenn es um die Sicherheit geht, kann die Kantonspolizei St.Gallen kein Auge zudrücken – es herrscht eine Nulltoleranzgrenze. So darf auch während der Feier nach dem Spiel nur die für das Fahrzeug zugelassene Anzahl Personen im Fahrzeug mitfahren, alle Mitfahrenden müssen stets die Sicherheitsgurte tragen und Kinder unter zwölf Jahren müssen vorschriftsmässig gesichert werden. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Busse.

Mit einer Verzeigung muss rechnen, wer sich aus einem Fahrzeug lehnt oder Gegenstände hinaushält oder gar -wirft. So dürfen beispielsweise keine Fahnen aus dem Auto geschwenkt oder Dinge auf dem Dach platziert werden. Selbstverständlich dürfen sich während der Fahrt auch keine Personen auf dem Fahrzeugdach oder der -haube befinden, selbst wenn langsam gefahren wird.

Der Fahrzeugfahrer oder die Fahrzeugfahrerin muss die Aufmerksamkeit stets auf die Strasse richten und darf nicht abgelenkt sein. Er oder sie muss das Fahrzeug beherrschen und darf deshalb – wie sonst auch – nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs sein.

Die Kantonspolizei St.Gallen ist im Kleinen tolerant und im Grossen konsequent. Auch unter uns sind einige Fussballfans, doch trotzdem gibt es beim Feiern Regeln, die wir durchsetzen müssen – schliesslich darf die Freude über die Spielergebnisse niemandem schaden. Wir appellieren deshalb an die Vernunft der Feiernden und bitten, Rücksicht zu nehmen – beispielsweise auf Personen, die im Schichtdienst arbeiten und auf ihren Schlaf angewiesen sind. So steht einer unvergesslichen Weltmeisterschaft und vielen harmonischen Feiern nichts im Wege.“ (pd kapo.sg)

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird am nächsten Freitag erstmals in Rorschach die grosse Huperei stattfinden. Es sei denn, Spanien und Portugal trennen sich unentschieden. Dann werden wir sehen, wie das in der Praxis aussieht …