Zwischen Winter & Frühling und Harfe & Cello

„Klassik im Schloss Arbon“ zeigt kommenden Sonntag ein Konzert zwischen Winter und Frühling und Harfe und Cello.

Der Februar ist ein Monat des Übergangs: noch winterlich, doch bereits mit einem ersten Versprechen des Frühlings. Schneeglöckchen und Krokusse durchbrechen den gefrorenen Boden, das Licht kehrt langsam zurück, die Tage werden spürbar länger. Es ist eine Zeit des Innehaltens, ein Schwebezustand zwischen Stille und vorsichtiger Bewegung. Genau dieses Dazwischen prägt das Programm des nächsten Klassik im Schloss-Konzerts am Sonntag, 15. Februar 2026, um 17 Uhr im Schloss Arbon.

Zu Gast ist das Duo Cuonz: die Geschwister Selina Cuonz (Harfe) und Flurin Cuonz (Violoncello), Solocellist des Musikkollegiums Winterthur. Mit zwei Instrumenten von besonderer Wärme und Sanftheit widmen sie sich einem feinsinnigen Repertoire, das auf leise Übergänge, innere Spannung  und subtile Klangfarben setzt.

Eröffnet wird der Abend mit Stille Tränen von Robert Schumann, einem der zurückgenommensten und intimsten Lieder seines Schaffens. Darauf folgen zwei Werke von Gabriel Fauré. Sein Lehrer Camille Saint-Saëns bezeichnete ihn als Meister des „parfümfreien Charmes“ und der „gebändigten  Melancholie“, ein Musikkritiker nannte seine Musik einmal „skandalös sanft“. Tatsächlich suchte Fauré nie die grosse Geste oder die grosse Bühne; eine Symphonie findet sich in seinem Werkverzeichnis nicht. Stattdessen konzentrierte er sich auf Kammermusik, Klavierstücke und Lieder. Après un rêve bewegt sich zwischen Traum und Erwachen, während die Sicilienne mit ihrem wiegenden Rhythmus eine behutsame Bewegung in den Klang bringt. Mit Franz Schuberts Sonate für Arpeggione rückt eine grössere Form in den Mittelpunkt, ohne den intimen Charakter des Abends zu verlassen. Komponiert wurde sie für ein Instrument, das heute fast vergessen ist: den Arpeggione, eine Mischform aus Gitarre und Violoncello, die nur wenige Jahre in Mode war. Dass die Sonate dennoch überlebt hat, liegt an ihrer aussergewöhnlichen musikalischen Qualität. Den Abschluss bildet Fritz Kreislers bekanntes Liebesleid: ein Stück von tänzerischer Leichtigkeit, hinter dessen Charme sich eine feine Wehmut verbirgt.

Tickets sind online über www.klassikimschloss.com erhältlich. Die Plätze im Saal sind nummeriert und in zwei Kategorien verfügbar. Der Apéro nach dem Konzert ist kostenlos. (Text/Bilder: pd kisa jw)

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