Im Juni 2025 beschloss das Schweizer Bundesparlament mit knapper Mehrheit den Systemwechsel zur Individualbesteuerung. Dagegen hat die Mitte mit anderen Parteien zusammen das Referendum ergriffen und sammelt Unterschriften gegen das Gesetz. Am 2. September führte Die Mitte Region Rorschach einen Informationsanlass mit Podiumsdiskussion zwischen Barbara Gysi, Nationalrätin SP und Benedikt Würth, Ständerat Die Mitte, durch.
Barbara Gysi führte aus, dass die Individualbesteuerung die Eigenständigkeit der Partner(-innen) in Sachen Steuern und finanzieller Unabhängigkeit verbessere. Zudem stärke sie die Finanzkompetenz vieler Frauen. Ausserdem soll die Individualbesteuerung Anreiz zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit sein. Ständerat Würth entgegnete, dass durch die höhere Erwerbstätigkeit der Mütter in vielen Familien die Väter ihr Arbeitspensum reduzieren. Zukünftig sicher noch vermehrt, da die Individualbesteuerung Paare mit unterschiedlich hohen Einkommen weiterhin benachteilige. Auch wies er darauf hin, dass durch die Individualbesteuerung in der Schweiz jedes Jahr 1.7 Mio. zusätzliche Steuererklärungen auszufüllen und zu veranlagen sind, was deutlich mehr Bürokratie und höhere Verwaltungskosten mit sich bringt. Beni Würth wies auf die Initiative der Mitte zur Abschaffung der Heiratsstrafe hin und beurteilte diese als die gerechtere und schlankere Lösung eines uralten Problems als die Individualbesteuerung. Bei der Mitte-Lösung würde das bewährte Splitting-Modell der Kantons- und Gemeindesteuern auf den Bund übertragen.
Die Mitte Region Rorschach bedankt sich bei Barbara Gysi und Benedikt Würth für die engagierte Diskussion. (Text/Bild: dmr lkg)

