Nemi Babic hängt morgen die Handschuhe an den Nagel

Der Mann zwischen den Torpfosten beim 2. Liga-Team des FC Rorschach-Goldach 17 heisst Nemi Babic. Zumindest bis morgen. Er wird morgen sein letztes Spiel im 2. Liga-Team des FCRG17 bestreiten und danach die Torhüterhandschuhe an den berühmten Nagel hängen. Leider muss er wegen Rückenproblemen aufhören. Das Rorschacher Echo hat Nemi Babic gebeten, seine Torhüter-Karriere kurz zusammenzufassen. Voilà:

„Unglaublich, wenn man zurückblickt, was wir mit der Mannschaft alles geleistet haben. Ich denke da vor allem an Highlights wie den Aufstieg in die 2. Interregio und natürlich auch die Cup-Knaller gegen den FC Basel und den FCSG. Aber auch Spiele, wie der Cup-Fight gegen SV Schaffhausen mit dem unglaublichen Ausgang (das Elfmeterschiessen dauerte an jenem Gründonnerstagabend fast bis in den Karfreitag hinein) oder der Sieg gegen Frauenfeld zum Titel Ostschweizer Meister.

Für mich war der FC Rorschach und dann der FC Rorschach-Goldach 17 mehr als einfach nur dem Hobby nachgehen. Die Mitspieler sind auch Freunde und auch ehemalige Mitspieler wie Silvio Hitz oder Yves Baumann sind heute noch sehr gute Freunde. Auch war es immer ein Fixpunkt auf dem Wochenendprogramm für die Familie und Freunde und es war schön zu sehen, wie viele Leute uns unterstützt haben.  Es ist wirklich etwas Einzigartiges, was wir hier haben, aber es gilt auch weiterhin, dies zu pflegen und die richtigen Werte zu vertreten.

Persönlich kann ich sagen, dass ich stolz bin, was ich im Amateurfussball geleistet habe. Denke, ich war immer ein guter Rückhalt für meine Mannschaft und kann von mir behaupten immer das Beste gegeben zu haben, auch wenn es da ab und zu einen Fehler gab, was man aber sportlich nehmen muss. Leider war nicht alles nur gut in meiner Karriere und ich musste zwei Mal länger pausieren wegen Kreuzbandrissen oder verpasste das Cup-Highlight gegen Basel aufgrund von Corona. Aber mit dem grandiosen Umfeld privat, aber auch im Verein, kam ich dann immer wieder zurück und konnte neue schöne Momente geniessen. Manchmal frage ich mich, wohin mein Weg geführt hätte, wenn ich keine Verletzungen gehabt hätte. Ich bin aber sehr dankbar, dass ich so viele Jahre in diesem super Verein mit einem super Umfeld verbringen durfte.

Ich muss leider verletzungsbedingt wegen dem Rücken aufhören, bin aber nun der grösste Fan des FCRG 17 (vermutlich kämpfe ich nun um diesen Titel mit Oli) und werde sie nun neben dem Platz unterstützen. Ich wünsche meinen Freunden alles Gute für die Zukunft und bin überzeugt, diese Mannschaft wird noch vieles reissen. Ich werde den Fussball vermissen und nun einer Sportart nachgehen, wo ich weniger springen muss, ohne Sport und natürlich ohne Fussball, wird es vermutlich nicht gehen.“

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