Die Rorschacher Gastroszene: „Es isch nüme luschtig“

Der gestrige Entscheid des Bundesrats bezüglich der Gastronomie hat natürlich bei den Beizern im Städtchen keinen Jubel ausgelöst. Thomas Wymann von der Pfeffermühle Rorschach bringt es auf den Punkt: „Die Öffnung von Terrassen in der Gastronomie ist aus unserer Sicht keine gute und hilfreiche Massnahme. Dadurch wird die Gastrobranche zerrissen. Viele Betreibe haben keine Terrassen und sind dadurch benachteiligt. Auch für Betriebe wie unsere Pfeffermühle Rorschach, die eine Terrasse öffnen könnten, ist dies kaum machbar. Wir sind vorerst froh, dass dieser Entscheid noch vertagt ist, auch wenn wir noch so gerne wieder öffnen würden. Aus unserer Sicht sollte der Bundesrat entscheiden, wann die Gastronomie vollständig und ohne Einschränkungen mit Schutzkonzept wieder öffnen kann. Teillockerungen sind in der Gastrobranche nicht realistisch.“ Das Pfeffermühle-Team wird weiterhin im Take-Away-Modus weiterarbeiten und sich allenfalls auch noch um Alternativen im Aussenbereich schlau machen.

Für Reto Labhart von der Musigbar Mariaberg ändert sich wenig, da sein Betrieb eigentlich auf Abend- und Nachtbetrieb fokussiert ist. „Da ändert sich so schnell wahrscheinlich nicht viel und wir werden halt weiterhin notgedrungen am Wochenende auf dem Lindenplatz versuchen, ein bisschen Geld zu verdienen und vor allem den Kontakt zur eigenen Kundschaft nicht noch völlig zu verlieren.“ Wenig Optimismus strahlt auch Christoph Brändle vom Hafenbuffet aus. Trocken sagte er: „Es ist echt nicht mehr lustig und vor allem die permanente Unsicherheit ist zermürbend. Eine Planungssicherheit ist nicht mehr vorhanden und die in Aussicht gestellten Gelder sind auch noch nicht eingetroffen. Schwierig, das Ganze noch irgendwie realistisch einzuschätzen.“