2000-ster Besucher im PeLago seit Corona

Am 10. September 2020 hat der 2000-ste Besucher die Sicherheitshürden beim Eintritt ins PeLago auf sich genommen: Toni Lehner wurde vom Team herzlich mit einem Blumenstrauss begrüsst.

«Am 9. März 2020 hat das PeLago für Externe die Türen geschlossen. Die Massnahme war wegen Fehlverhalten von Besuchenden und Gästen zum Schutz der Bewohnenden notwendig – eine Woche vor dem offiziellen Lockdown.» erinnert sich die Geschäftsleiterin Ingrid Markart.

Die teilweise schwer pflegebedürftigen Menschen sind vom Covid 19 besonders bedroht. Bewohnende, Angehörige und Mitarbeitende empfanden die Isolation als grosse Belastung, als unnatürliches Miteinander. Soziale Kontakte sind gerade für die Bewohnenden von grösster Bedeutung. Das PeLago-Team suchte nach Wegen, dass die für die Lebensqualität und Gesundheit so wichtigen Begegnungen wieder stattfinden konnten. Ab 30. Mai 2020 waren Besuche unter strengsten Sicherheitsmassnahmen wieder möglich.

«Der personelle, organisatorische und menschliche Aufwand ist gross.» erklärt Geschäftsleiterin Ingrid Markart. «Anfangs waren wir auf Unverständnis und Verzweiflung gestossen. Bewohnende und Besuchende konnten nicht verstehen, dass auch ihre engsten Angehörigen und Freunde bei einem Besuch eine Gefährdung sein könnten. Die Langjährigkeit von Ehe, Beziehung und Freundschaft schützt nicht vor Ansteckung, ist aber Kraftquelle gerade in schweren Zeiten.» So waren die Mitarbeitenden auf mehreren Ebenen gefordert, die Sicherheitsvorschriften durchzusetzen.

Alle Mitarbeitenden und Dienstleistenden nehmen für den Schutz der Bewohnenden viele Unannehmlichkeiten auf sich. Die ständig zu tragenden Masken verursachen Hautirritationen bis zu offenen Wunden, erschweren die Atmung und Kühlung, besonders auch bei körperlichen Arbeiten.

Heute haben sich die Abläufe eingespielt und bewährt. Der ganze Betrieb blieb bisher verschont. Inzwischen überwiegen die dankbaren Stimmen gegenüber den kritischen: Es schafft ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz, wenn strenge Schutzmassnahmen bestehen. «Doch es gibt keine Garantie: Trotz aller Vorsicht brauchen wir auch das Glück, geschützt zu bleiben.» meint Markart ernst.

Besuchende geben ebenso ihr Bestes. Sie unterziehen sich – teilweise täglich – einem aufwändigen Eintrittsprozess: Umso mehr freuen sich Bewohnende und Mitarbeitende über Toni Lehner, den 2000-sten Besucher, der sich dem aufwändigen Prozedere unterzieht, um bei seiner Frau zu sein.

«So erbringen wir alle unseren Einsatz zum Schutz der Bewohnenden.» schliesst Ingrid Markart. (Text/Bild: pd)




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