Damen 1: Schmerzhafte Niederlage zum Saisonstart

Das erste Meisterschaftsspiel der 1. Liga-Damen bei der HSG Aargau Ost endete für das Team des HC Goldach-Rorschach mit einer empfindlichen 26:24 (14:10) Niederlage.

Nach der Schlusssirene stellte sich die Frage: hatte nun das bessere Team gewonnen und das Schwächere verloren, oder widerspiegelte das Schlussresultat nicht ganz den Spielverlauf? Die Antwortsuche dauert noch an, und wird wohl darin enden, dass in beiden Aussagen ein Fünkchen Spielanalyse steckt. Wobei, über das Resultat müsste man nicht sinnieren, wären die Gäste während der ersten Minuten nicht immer wieder am eigenen Unvermögen gescheitert. Beste Torchancen wurden reihenweise nicht verwertet, Gegenstösse schwach zu Ende gebracht und auch ein Penalty nicht in die Maschen gesetzt. So konnte es nicht erstaunen, dass die GoRo-Frauen nicht mit 4 oder 5 Toren in Front lagen, sondern mit einem schmeichelhaften 6:6 Spielstand vorliebnehmen mussten. Eine alte Sportweisheit lautet: «wer die Tore vorne nicht macht, der kriegt sie hinten rein». Treffend auch für die Begegnung gegen die Aargauerinnen, die weiterhin auf ihr flinkes Angriffsspiel setzten. Sobald GoRo etwas in Passivität verfiel, sich zu weit an den Kreis zurückfallen liess, wirbelte das Heimteam die gegnerischen Verteidigungsreihen richtig durcheinander und scorten in regelmässigen Abständen. Und genau mit dem Toreschiessen taten sich die Gäste weiterhin schwer. Dazu kamen zu viele technische Fehler, die dazu beitrugen, dass GoRo’s Damen völlig den Faden verloren und die Gegnerinnen zum Pausenstand von 14:10 davonziehen lassen mussten.

Gleich nach Wiederanpfiff bot sich dem Team des HC Goldach-Rorschach die Möglichkeit, während mehr als anderthalb Zeigerumdrehungen mit 6 gegen 4 Spielerinnen agieren zu dürfen. Statt Geduld zu haben, die Angriffe ruhig vorzutragen, suchte man den Erfolg mit der Brechstange. Statt den Rückstand zu verkleinern wurde er grösser und die gute Chance war vertan. Immerhin besannen sich die Gäste nach dem Fehltritt auf ihr wahres Können, überzeugten in der Folge durch unermüdlichen Kampfgeist und münzten einige, schöne Ballstafetten in Torferfolge um. Die Partie wurde nochmals richtig spannend. Während gut einer Viertelstunde dominierte GoRo den Gegner, holte Tor um Tor auf und war in der 50. Minute beim Stand von 19:19 drauf und dran, das Zepter ganz in die Hand zu nehmen. Zweimal bot sich ihnen die Chance in Führung zu gehen, beide Chancen wurden nicht genutzt und dies spielte dem Gegner wieder in die Hand. Sie liessen sich nicht zweimal bitten und machten mit vier aufeinanderfolgenden, erfolgreichen Angriffen alles klar (23:19). Diesem Endspurt hatten die Gäste nichts mehr entgegen zu setzen, auch wenn ihnen in Unterzahl die letzten beiden Tore der Partie gutgeschrieben werden konnten, endete das erste Meisterschaftsspiel mit einer 26:24 Niederlage. (Text: hr)




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