Jetzt können wir beweisen, was wir drauf haben …

Seit Wochen hat uns dieser Corona-Virus im wahrsten Sinne des Wortes vollständig im Griff und bestimmt bereits direkt oder indirekt weitgehend unseren Alltag. Und heute hat der Bundesrat entschieden, dass das unser Leben noch weiter beeinflussen wird. Die heute Nachmittag veröffentlichten Massnahmen sind happig. Die Krise geht bald einmal für viele ans Eingemachte und ganze Branchen ächzen unter den für uns in dieser Form nicht bekannten Einschränkungen. Das Ganze wird auch an uns am südlichen Bodenseeufer nicht spurlos vorübergehen. Wir sind wahrscheinlich in einem Teilbereich alle gleich: Situationen dieser Art sind uns fremd und wir sind eigentlich von A bis Z überfordert.

Das Ganze hat aber vermutlich auch eine interessante Seite. Wir können jetzt beweisen, was wir sozial drauf haben und wie wir als Gesellschaft diese Herausforderungen miteinander bewältigen wollen. Auch wir werden gegen das sich verbreitende Coronavirus kämpfen müssen. Auch wir werden „unseren Preis“ dafür bezahlen. Covid-2019 ist nun mal da und wir müssen damit umgehen, ob wir nun wollen oder nicht. Auch ich muss mich daran gewöhnen, wenn es auf Einladungen heisst „Personen, die 65 Jahre alt sind, sollen sich eine Teilnahme gut überlegen“ … Es geht jetzt darum, dass wir alle miteinander am gleichen Strick ziehen, die Weisungen der Behörden zumindest ernst nehmen, die Hygienevorschriften befolgen und halt auch stillschweigend akzeptieren, wenn das gesellschaftliche Leben etwas auf Sparflamme läuft. Das trifft einige auch bei uns knüppelhart.

Es wird sich schnell zeigen, ob wir als Gesamtheit noch so etwas wie soziale Kompetenzen füreinander haben oder ob der individuelle Egoismus bereits stärker verbreitet ist als jedes Virus auf der Welt. Und wenn letzteres zutreffen sollte dann fangen die eigentlichen Probleme erst an. Garantiert.

Das Rorschacher Echo wird auch in diesen Zeiten am Ball bleiben und weiterhin darüber berichten, was im Städtchen so abgeht, aber selber vielleicht nicht mehr gar alle Veranstaltungen besuchen. In diesem Sinne gute und virenfreie Tage. Entschleunigt ein wenig und gebt euch und euren Nachbarn Sorge. Und bleibt vor allem gesund!

Und seitens der Behörden im Städtchen wäre vielleicht etwas mehr Empathie auch nicht falsch. Das mit dem Coronavirus bei den aktuellen Stadtratsmitteilungen einfach so an den Schluss zu setzen und völlig emotionslos zu kommunizieren ist vielleicht angesichts der vielen Fragestellungen auch bei uns nicht besonders hilfreich. Jetzt sind zwar aktuell keine Wahlen, aber das Volk lechzt nach Orientierung und Beistand – bei so einer aussergewöhnlichen Situation auch und gerade vor Ort.




2 Kommentare zu "Jetzt können wir beweisen, was wir drauf haben …"

  1. Die Zeiten ändern sich

    Im Jahr 2014 empfiehlt Armeechef und Korpskommandant André Blattmann dem Schweizer Volk dauernd einen Notvorrat anzulegen. Die vereinigte politische Linke und die Armeefeinde der GSoA überschütten den Mann mit Häme. Sie verspotten ihn als ewiggestrigen „Kalten Krieger“.
    Im Jahr 2020 horten die Schweizer Lebensmittel. Die Empfehlungen des Korpskommandanten a.D. sind durch die aktuelle Lage plötzlich rational und der Mann erhält nach nur sechs Jahren recht. Armeeabschaffer und
    -gegner sind auffällig kleinlaut geworden.

  2. Vitaparcour Rantelwald und seine Benutzer:
    Der eigentliche Zweck dieser lobenswerten Einrichtung ist hinlänglich bekannt. Wir betreiben Fitness, um unseren Körper geschmeidig zu halten,wobei da jeder seine eigenen Ziele und Vorstellungen hat. Ich frage mich allerdings, weshalb Leute mit dem Auto zum Parcour fahren,und die regulären gut Bezeichneten Parkplätze vor der Autobahnbrücke ignorieren, und bis zum Start des Parcours vorfahren. Dort wird dann das Auto direkt unter der Parkverbotstafel im Wald abgestellt.Die nächste Variante ist dann, die 2 Abstellmöglichkeiten für Benutzer die mit dem Velo anreisen zuzuparken.Also Bitte , Ihr Autofahrenden Fitnesser, ein wenig Köpfchen aktivieren. Wenn schon Fitness, dann aber richtig, weil diese 500 Meter vom Parkplatz bis zum Start sind doch bestens zum Warmlaufen geeignet.
    Danke für Ihre Aufmerksamkeit, ein ohne Motor Velofahrender Parcoursbenutzer.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*