Jetzt geben die RorschacherInnen aber Gas …

1226 Stimmberechtigte aus Rorschach (das entspricht einem Wähleranteil von 29,91 %) haben bisher brieflich abgestimmt. In den letzten beiden Tagen sind rund 500 Abstimmunscouverts bei der Stadtkanzlei Rorschach eingegangen. Mal schauen, wie sich das in den letzten 3 Tagen noch entwickelt. Goldach meldet bis gestern einen Rücklauf von rund 34 Prozent.

Der Abstimmungskampf tobt weiterhin, zum Teil auch sehr heftig. Das Portal „Die Ostschweiz“ berichtet heute über die aktuelle Situation in Goldach. Da keisst es im Bericht unter anderem: „Der Goldacher Unternehmer Reto Peterhans fungiert als Sprecher der Gruppierung – und er stellt klar, dass er nichts gegen einen Ausbau des Strassennetzes in der Region hat. ‚Die meisten von uns sind privat oder geschäftlich auf das Auto angewiesen und wollen dem Individualverkehr seine berechtigte Funktion erhalten‘, sagt Peterhans. Nur eben nicht in der vorliegenden Form.

Die Goldacher stören sich aktuell vor allem daran, dass es Alternativen zu der Variante gegeben hätte, die am 17. November zur Abstimmung kommt. Peterhans spricht von einem ‚Goldacher Eigentor‘. Zwei Berichte, die der Gruppe jetzt bekannt geworden sind, würden das deutlich machen. Neu sind die Berichte keineswegs, sie stammen aus dem Jahr 2015 und wurden von einem privaten Planungsunternehmen zuhanden des St.Galler Tiefbauamts erstellt. Es geht darin um die ‚Ergänzung und Würdigung Variantenbeurteilung'“. Den ganzen Artikel von Stefan Millius findet man hier.

Eine Rorschacher Echo-Leserin hat sich ebenfalls noch per Mail gemeldet: „Ist das noch eine demokratische Abstimmung, wenn Schüler von Rorschach über das iPhone manipuliert werden? Auf der Startseite erscheint schon seit einigen Tagen Werbung PRO 3.Autobahnanschluss. Auf diese Weise ist auch Trump an die Macht gekommen. (Arte Sendung vom 12.11.19 ‚Fake America great again‘). Dem PRO Komitee ist jedes Mittel recht!“.

Befürworter wie Gegner kämpfen bis zum letzten Tag um jede einzelne Stimme. Es ist erfreulich, dass eine Abstimmungsvorlage so kontrovers diskutiert wird. Auf den Sozialen Medien dürfte aber mittlerweile ein Mass erreicht sein, dass nahe beim Erträglichen liegt. Die Meinungen dürften mittlerweile gemacht sein. Man ist aber vielerorts wahrscheinlich froh, dass dieser Abstimmungskampf sich seinem Ende nähert. Weder Rorschach noch Goldach wird zum Armageddon, also zum Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht. Am kommenden Sonntag haben der Stadtrat Rorschach und der Gemeinderat Goldach auf 13.30 Uhr zur Pressekonferenz eingeladen. Dann wissen wir, wie das Ganze in Rorschach und Goldach vom Stimmvolk aufgenommen wurde. Das Rorschacher Echo wird sozusagen live von dieser PK informieren. Und am Montag geht die Sonne wieder im Osten auf – egal, wer gewonnen hat.




6 Kommentare zu "Jetzt geben die RorschacherInnen aber Gas …"

  1. Endlich gibt Herr Peterhans sich öffentlich zu erkennen, bis jetzt hat er nur im Dunkeln gewirkt (anonymer Flyer).
    Ausgerechnet Peterhans AG, die viel Geld mit der Autowaschanlage verdient.

  2. Melde Dich doch ,mal bei Reto Peterhans, Feff. Vielleicht stellt er Dir die Berichte auch zur Verfügung. Der Inhalt müsste die GoldacherInnen interessieren. Um Geld verdienen geht es da schon lange nicht mehr.

    • Sehr geehrter Herr Lerch, die Berichte sind öffentlich zugänglich bzw. einsehbar und bereits im Masterplan aus dem Jahr 2017 als Grundlagen für die Planung erwähnt. Die aktuellen Berichte präferieren den Anschluss im Witen. Vielen Dank für die Kenntnisnahme, Dominik Gemperli, Gemeindepräsident Goldach

  3. Da bin ich anderer Meinung, wenn täglich 5000-8000 weniger Auto bei der Waschanlage vorbei fahren, heisst das weiniger Umsatz. Meine Schätzung 100 000.- bis 200 000.- Fr. im Jahr.

  4. Der erwähnte Artikel von Stefan Millius lässt leider das Gesamtfazit der Variantenbeurteilung komplett vermissen und zitiert Aussagen ausserhalb des Gesamtkontextes. Das Fazit der konsolidierten Berichterstattungen ist nämlich offensichtlich: Die Variante Witen stellt die beste Lösung dar, unter Berücksichtigung aller Kriterien. Die formulierten Vorwürfe gegen die Behörden – insbesondere gegen frühere Entscheidträger – haben wenig mit der Realität gemein. Gerade Goldach profitiert mit dem neuen Verkehrsregime von einer Entlastung des Zentrums. Aber man kann und darf Projekte inhaltlich immer anders beurteilen. Bedauerlich finde ich hingegen, wenn anderen Meinungen mit persönlichen Angriffen und zunehmend unsachlichen oder teils sogar tatsachenwidrigen Argumenten begegnet wird. Ausserdem wurde mir nicht einmal die Möglichkeit eingeräumt, Stellung zu nehmen. Schade.

    Dominik Gemperli, Gemeindepräsident Goldach

  5. Also geht es doch ums Geld,Herr Peterhans schreibt in den Bodensee-Nachrichten ,einige Gewerbler
    haben Angst um geschäftliche Nachteile.,siehe zweiten Kommentar von mir!!

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