Knatsch Doppelspur: Da sind sich die Kandidaten einig

Dieser Tage ist Ständerat Paul Rechsteiner insofern ein Husarenstück geglückt, dass er in der kleinen Kammer in Bern eine durchgehende Doppelspur der SBB zwischen Bahnhof Stadt und Hauptbahnhof durchbrachte. Das wiederum hat Stapi und Nationalrat Thomas Müller leicht in Rage versetzt. Die Medien waren in den letzten Tagen voll davon. Grund genug für das Rorschacher Echo, die beiden Kandidaten für das Amt des neuen Stadtpräsidenten um ihre Meinung zu fragen: „Was meinen denn die beiden Kandidaten zur aktuellen Frage der Fertigstellung des Doppelspurausbaus der SBB in Rorschach?“ Hier ihre Antworten:

Guido Etterlin: „Klarer Fall: Diese Doppelspur ist wichtig und macht Sinn. Als ÖV-Nutzer freue ich mich darüber und erwarte, dass die Bahnverbindungen damit attraktiver werden. Sie sollen dazu beitragen, dass die überbordende Vielfliegerei auf Kurzstrecken eingegrenzt wird.

Als Rorschacher erwarte ich, dass das Bahn-Projekt sorgfältig und in enger Abstimmung mit den berechtigten Interessen der Stadt Rorschach ausgearbeitet wird. Es geht vor allem um den Lärmschutz und für den Fall, dass Bahnübergänge reduziert werden, muss die SBB für vollwertigen Ersatz sorgen. Die Doppelspur durch Rorschach wird durch den mit Abstand am dichtesten besiedelten Wohnraum führen im ganzen Schweizer Mittelland. Das wird die Planer vor sehr grosse Herausforderungen stellen.

Und wenn die SBB dann vor dem Hauptbahnhof die Doppelspur bauen, sollen sie doch die nicht mehr benützten Geleise zurückbauen und zur Entwicklung freigeben. Dort könnte etwas wirklich neues entstehen.

Röbi Raths: „National und international erachte ich den Streckenausbau als bedeutsam. Mit Bezug auf Rorschach ist es ein Muss, dass die Stadt bei der Planung und allfälliger Realisierung einbezogen und angehört wird.“