Damen 1 in der Vorrunde im Wechselbad der Gefühle

Mit dem Heimspiel der SPL 2 Frauen vom vergangenen Samstag ist die Vorrunde in der zweithöchsten Schweizer Handballliga abgeschlossen. Gegen den LK Zug blieb man zwar ohne Punkte, konnte jedoch eine herbe Klatsche, wie es sie im Hinspiel gab, verhindern.

Die ganze Woche und die Stunden vor dem Spiel wurde bewusst der Druck von der Mannschaft genommen um etwas befreiter und mit mehr Spass am Handball spielen zu können. Der Ausgangslage gegen die starken Zugerinnen bewusst, war dem Heimteam aber auch klar, dass es in diesem Spiel weder die Meisterschaft zu gewinnen gab noch eine Entscheidung bezüglich Ligaerhalt gefällt werden würde. Die gestellte Aufgabe war lediglich, mit Mut und Leidenschaft in die Partie zu gehen und, dass jede Spielerin persönlich das Beste fürs Team gibt.

Gleich zu Beginn des Matches wurden Erinnerungen an das Hinspiel wach. Nach gespielten 6 Minuten waren die Gäste bereits auf 1:5 davongezogen und machten einen sehr fokussierten Eindruck. Was sich aber in der bisherigen Meisterschaft immer zeigte, war die positive Einstellung und Moral der GoRo-Ladies. Auch diesmal vermochten diese einen Zahn zuzulegen und zeigten, dass sie sich auf keinen Fall in der heimischen Wartegghalle vorführen lassen wollten. Doch mit viel Pech fiel Nadine Trottmann nach einem gelungenen Durchbruch, beim Abschluss auf den Kopf und fiel ab diesem Moment aus. Auch an diesem Abend kann der Mannschaft punkto Einsatz und Wille keinen Vorwurf gemacht werden. Aber die deutliche höhere Sicherheit im Spiel des LK Zugs und die, einmal mehr, zu hohe Fehlerquote des HC GoRo machten sich auf der Anzeigetafel bemerkbar.

Nach dem Pausentee galt es den 11:19 Rückstand möglichst nicht mehr anwachsen zu lassen und die Matchvorgaben in punkto Mut und Entschlossenheit nochmals unter Beweis zu stellen. Und siehe da… phasenweise entwickelte sich nun tatsächlich eine ausgeglichene Partie, der die GoRo-Ladies nun deutlich ihren Stempel aufdrücken konnten. Der neu gefasste Mut führte gar dazu, dass sie nach 45 Spielminuten auf 4 Tore verkürzen konnte. Doch wie schon einige Male in dieser Saison gesehen, war der Gegner in der Lage noch eine Schippe draufzulegen. Die Zugerinnen stellten innert gut 5 Minuten den alten 8-Tore-Vorsprung wieder her. Dieser blieb bis zur Schlusssirene bestehen.

Die erste SPL II-Hinrunde in der Geschichte des Vereins war ein Wechselbad der Gefühle. Fulminant sind die Ladies in die neue Herausforderung gestartet und haben mit den ersten Resultaten Gegner und Zuschauer beeindruckt. Im Verlaufe der Vorrunde kamen dann die ersten durchaus zu erwartenden, sowie die eine oder andere unnötige und hauchdünne Niederlage dazu. Das Fazit ist einfach: Erstens haben nun alle 4 letztplatzierten Teams 8 Punkte und das Rennen um den Ligaerhalt geht wieder bei Null los. Zweitens kann positiv festgehalten werden, dass wenn eine gleich gute Rückrunde gespielt wird, die Mannschaft den Ligaerhalt schafft und das Saisonziel somit vollständig erfüllt hätte. Gespannt und voller Tatendrang starten die Damen 1 ab dem 10.02.2018 in die Rückrunde. (nb)