Asiatische Hornisse breitet sich weiter aus

Die Staatskanzlei St.Gallen hat nachstehende Medienmitteilung verschickt:

Die Asiatische Hornisse ist im Kanton St.Gallen angekommen. In den vergangenen Tagen und Wochen wurden mehrere Tiere gemeldet. Zudem konnten bereits zwei Nester in Balgach und der Stadt St.Gallen entdeckt und entfernt werden. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Hornissen und Nester zu melden. Frühzeitige Hinweise sind entscheidend, um die Ausbreitung der invasiven Art einzudämmen.

Die invasive Asiatische Hornisse breitet sich seit einigen Jahren vom Westen der Schweiz Richtung Ostschweiz aus. Nachdem 2024 das erste Nest im Kanton St.Gallen gefunden wurde, häufen sich in diesem Sommer die Nachweise deutlich. Meldungen liegen inzwischen aus Balgach, Goldach, Oberuzwil, Neckertal sowie aus der Stadt St.Gallen vor. In Balgach und in der Stadt St.Gallen konnten zudem bereits zwei Primärnester lokalisiert und durch Fachpersonen entfernt werden.

Nun beginnt die entscheidende Phase: Die Völker ziehen von ihren gut sichtbaren Primärnestern in deutlich grössere Sekundärnester um, die meist hoch in Baumkronen liegen und nur schwer zu finden sind. Je früher ein Nest entdeckt wird, desto grösser ist die Chance, die weitere Ausbreitung wirksam zu verlangsamen.

Die Asiatische Hornisse jagt Honigbienen, Wildbienen und zahlreiche weitere Insektenarten. Dadurch kann sie die Biodiversität beeinträchtigen und Schäden in der Landwirtschaft verursachen. Für den Menschen ist sie grundsätzlich nicht gefährlicher als die einheimische Hornisse. Zur Aufzucht ihrer Brut benötigt sie grosse Mengen an Nahrung und kann ganze Bienenvölker erheblich schwächen oder zerstören. Im Herbst können aus einem einzigen Nest bis zu 600 Jungköniginnen ausschwärmen und im folgenden Jahr neue Völker gründen. In stark besiedelten Gebieten sind mehr als zehn Sekundärnester pro Quadratkilometer möglich.

Die Bevölkerung kann einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Asiatische Hornisse ist an ihrem fast vollständig schwarzen Körper mit einer orange-gelben Hinterleibsspitze und den auffallend gelben Beinen gut zu erkennen. Verdächtige Tiere oder Nester sollten fotografiert und mit einer möglichst genauen Ortsangabe über www.asiatischehornisse.ch gemeldet werden. Nester dürfen nicht selbst entfernt werden, sondern sind Fachpersonen zu überlassen. (Text: pd Sk / Bilder: André Mégroz)

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