«Die fürchterlichen Elf» vor der Premiere im Mariaberg

Der Countdown läuft: Kurz vor der Premiere des PHSG-Musicals «Die fürchterlichen Elf» gehen die Proben in die entscheidende Phase. Rund 40 Studierende machen dieses Jahr mit. Die Produktion verbindet bekannte Songs mit einer Geschichte über Vielfalt und Zusammenhalt.

In wenigen Tagen feiert das Musical «Die fürchterlichen Elf» der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) Premiere, und hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Für Regisseur Björn Reifler ist diese Phase besonders intensiv. Meistens gebe es bis «kurz vor der Aufführung noch einiges zu tun», sagt er. Der Stress ist ihm nicht anzusehen, auch wenn die Nacht vor der zweitletzten grossen Probe kurz war. «Irgendetwas mit dem Licht und dem Bühnenbild hat nicht gepasst, und es hat gedauert, bis wir das lösen konnten.» Für Björn Reifler ist es die 14. Musicalproduktion, und solche «Probleme» gehören für ihn dazu. Sie bringen ihn und seine beiden Kolleginnen nicht mehr aus der Ruhe. Stéphanie Oertli verantwortet seit Beginn Gesang und Dirigat, und Susanne Bolt spielt ebenfalls seit mehreren Jahren Klavier und leitet die eigens jeweils fürs Musical zusammengestellte Band. «Wir sind ein eingespieltes Team und wissen, worauf es in dieser Phase ankommt.»

Über Vielfalt und Anderssein
Die diesjährige Musicalproduktion basiert auf dem Kinderbuch «Die fürchterlichen Fünf» von Wolf Erlbruch. «Das Buch hat mir immer gut gefallen, und ich wollte es schon länger auf die Bühne bringen», sagt Björn Reifler. Er freut sich, dass es nun geklappt hat. «Die Geschichte greift Themen wie Vielfalt und Anderssein auf und ist aktueller denn je.»

In «Die fürchterlichen Elf» treffen zwei gegensätzliche Welten aufeinander: zum einen die eleganten, selbstsicheren Tiere, zum anderen eine Gruppe schräger Aussenseiter. Ein gemeinsames Fest soll helfen, die Kluft zwischen ihnen zu überwinden. Ratte Rotta bekommt den Auftrag, die Einladung dem beliebten Delfin Herceg zu überbringen. Doch der lehnt zunächst ab – auch auf Druck seiner Gruppe. Auf beiden Seiten sind Vorurteile tief verankert und das Misstrauen ist spürbar. Erst durch Mut, eine aufkeimende Liebe und die Musik kommen sich die Tiere näher und entdecken Schritt für Schritt, was sie verbindet.

Intensive Vorbereitung auf und neben der Bühne
Erzählt wird die Geschichte im Rahmen einer Fernsehshow: Eine Moderatorin nimmt Anrufe von Zuschauer:innen entgegen, die über ihre Probleme sprechen. Diese greift sie auf, spiegelt sie mit ihren Handpuppen und kommentiert so das Geschehen. Das Musical ist unterhaltsam und humorvoll inszeniert, setzt aber gleichzeitig ein Zeichen für Toleranz und Offenheit. Im Zentrum steht die Botschaft, dass Vorurteile oft aus Unwissenheit entstehen und nur durch Begegnung, Dialog und Zuhören überwunden werden können. «Uns war wichtig, dass das Publikum nicht nur unterhalten wird, sondern auch etwas mitnehmen kann», sagt Björn Reifler. Die Handlung ist mit bekannten Songs aus den Musicals «Hairspray», «The Greatest Showman», «Billy Elliot» oder «Die Eiskönigin» sowie weiteren bekannten Titeln unterlegt.

Rund 40 Studierende der PHSG, mehrheitlich der Kindergarten- und Primarstufe, machen dieses Jahr mit. Sie singen, spielen und tanzen auf der Bühne oder begleiten die Darstellenden musikalisch in der Band. In den vergangenen Wochen haben sie viel Zeit in ihre Rollen investiert, grösstenteils in ihrer Freizeit, denn Musical und Theater sind Freifächer im Studium. Aber auch hinter den Kulissen wirken Studierende mit: Die Kostüme und die Handpuppen sind in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit Studierenden aus den Bereichen Textiles, Technisches und Bildnerisches Gestalten entstanden. Nach der Jubiläumsausgabe im vergangenen Jahr im Würth-Gebäude in Rorschach kehrt die Produktion dieses Jahr wieder in die gewohnte Stätte, ins Mariaberg, zurück.

Die Première findet am kommenden Freitag, 1. Mai 2026, um 19.30 Uhr in der Aula Mariaberg in Rorschach statt. Weitere Aufführungen sind am Samstag, 2. Mai, am Montag, 4. Mai, und am Dienstag, 5. Mai, jeweils um 19.30 Uhr geplant. Der Vorverkauf läuft über www.eventfrog.ch, die Abendkasse ist 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Platzreservierungen sind nicht möglich. (Text/Bild: pd phsg ji)

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