Dominik Bernet erhält Fr. 15’000 zur Filmförderung

Grosse Ehre heute Abend für den Rorschacher Dominik Bernet. In der Lokremise St.Gallen war er einer von vier Drehbuchautoren, die für ihr Filmschaffen ausgezeichnet wurden. Die Bilder wurden heute Nachmittag beim Schloss Wartegg aufgenommen, welches in der Filmidee von Dominik Bernet eine zentrale Rolle spielt. Nachstehend die Medienmitteilung der Staatskanzlei St.Gallen.

Herausragende St.Galler Filmideen ausgezeichnet

Die diesjährigen Gewinner des fünften Treatment-Wettbewerbs der kantonalen Filmförderung stammen aus Mels, Rorschach, Bühler und Steffisburg. Die ausgezeichneten Filmschaffenden erhalten jeweils 15’000 Franken, um ihre Filmidee weiter auszuarbeiten und zu konkretisieren.

Aus insgesamt 19 eingereichten Projekten wählte die Filmkommission vier besonders überzeugende Stoffe aus. Prämiert wurden die Filmideen «Föhnfieber» von Lucas Ackermann aus Mels, «Der Scharlatan von Seite 28 oder. Die Vor- und Nachteile des ewigen Lebens» von Dominik Bernet aus Rorschach, «mehr strasse – wenigerweiher» von Leo Graf aus Bühler sowie «Colori del Silenzio» von Jonas Schürch aus Steffisburg. Die Jury erkannte in diesen Projekten ein besonders hohes Mass an Innovationskraft, gestalterischer Tragweite und Eigenheit.

«Der Scharlatan von Seite 28 oder. Die Vor- oder Nachteile des ewigen Lebens» von Dominik Bernet (Rorschach)

Der in Rorschach wohnhafte Dominik Bernet schreibt eine schwarze Coming-of-Age-Komödie inspiriert von einer historischen Begebenheit auf Schloss Wartegg. In «Der Scharlatan von Seite 28 oder. Die Vor- oder Nachteile des ewigen Lebens» schickt Bernet zwei ungleiche Männer auf Zeitreise. 1692 entkommt der Alchemist Marquis du Villard seiner Exekution, indem er dem resignierten Scharfrichter Volmar den Stein des Weisen anbietet. Doch die Herstellungsbedingungen des Elixiers sind so flüchtig wie rätselhaft. Misstrauen, Gier und Neid wachsen sich über die Jahrhunderte zur bald lebensbedrohlichen Konkurrenz zwischen dem Aristokraten und dem Revolutionär der ersten Stunde aus, obwohl sie eigentlich füreinander bestimmt wären.

Treatment-Wettbewerb des Kantons St.Gallen

Die Fördermöglichkeiten für Drehbuchschreibende in der Schweiz sind begrenzt. Bis zu einem fertigen, verfilmbaren Drehbuch braucht es oft monate- bis manchmal jahrelange Entwicklungszeit. Hier setzt die Filmkommission des Kantons St.Gallen an und führt seit 2017 alle zwei Jahre den Treatment-Wettbewerb durch. Damit soll spezifischen st.gallischen Themen und Locations zu mehr Sichtbarkeit verholfen werden. Paradebeispiel dafür ist «Friedas Fall» von Michèle Minelli, 2017 wurde das Treatment noch unter dem Titel «Die Verlorene» im Wettbewerb ausgezeichnet. Das Drama basiert auf einer Kindstötung von 1904 durch die St.Galler Damenschneiderin Frieda Keller. Der Spielfilm feierte im Oktober 2024 Premiere am Zürich Film Festival.

In der Jury vertreten waren dieses Jahr Sarah Born, Produzentin und Mitinhaberin der Produktionsfirma Catpics AG, Daniel von Aarburg und Martin Witz, beide freischaffende Drehbuchautoren und Regisseure, Mireille Loher, Co-Leiterin der Kulturförderung des Kantons St.Gallen und Sarah Mehrmann, Geschäftsführerin der Filmkommission. (Text: pd Sk)

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