Etwa 180 Meter lang, drei Meter breit, fast 500 einheimische Büsche, 20 verschiedene Sorten, pro 30 Meter eine Wieselburg: So beschreibt sich die Hecke, die BirdLife Goldach zusammen mit dem WWF am letzten Samstag (22.11.2025) auf der Rietbergwiese pflanzte!
Es wirkt fast wie ein Märchen: In der Grünzone in Goldach lassen sich Grundbesitzer dafür gewinnen, das Land nach Vorgaben vom Landwirtschaftsamt, dem WWF und BirdLife Goldach biodivers aufzuwerten. Was mit der Beratung vor Ort durch Fachleute begann, auf dem Papier ausgearbeitet und geprüft, durch den Verpächter bestätigt und gefördert und vom Pächter begrüsst wurde, wurde am letzten Samstag umgesetzt:
Fast 30 Leute meldeten sich beim WWF zur Mithilfe bei der Pflanzung an. Die Büsche wurden sortiert und nach Pflanzplan ausgelegt. Bald waren die Löcher ausgehoben und die Pflanzung konnte beginnen. Die Eiseskälte der Bise, die vom Bodensee her blies, konnte der Aktion nichts anhaben. Gut ausgerüstet, bei bester Laune und mit Eifer wurde einmal mehr der Beweis erbracht: Mit vielen Helfenden geht alles zügig voran.
Zur Mittagszeit war bereits der grösste Teil erledigt. Auch erste Wieselburgen waren aufgeschichtet. Dazu wurde mehrmals mit Traktor und Kipper Astmaterial auf den Platz gebracht und aufgeschichtet. Der kleine Nager konnte sich so sein Nest aussuchen und möglichst viele Mäuse jagen. So verhindert er, dass Wühlmäuse die Wurzeln der zarten Büsche anknabbern. Hoffentlich gelingt der Plan!
Heimelig wurde es um 12 Uhr im vorbereiteten Tenn der Scheune: Von der Fassstrasse her duftet es fein nach Zmittag: Pasta, Reis, Tomatensauce und Pestosauce, alles fein und vegi! …. Herz was willst du mehr und den Köchen gebührte ein grosses Kompliment.
Der Vertreter vom WWF schickte sich zwischen Hauptgang und Dessert an, kurz und sachkundig den Sinn von Hecken, den Nutzen von Wiesel und Mauswiesel und den Gewinn der Natur durch solche Aktionen zu erklären. Die letzten Meter Hecke waren dann schnell gepflanzt, das Material verräumt und alle konnten früher als geplant entlassen werden. Dass sich Grundbesitzer Eberle verabschiedet mit den Worten «Weitere Projekte wären super hier», lässt erahnen, dass hier BirdLife Goldach nicht zum letzten Mal aktiv werden durfte. Allen Beteiligten nochmals herzlichen Dank! (Text/Fotos: blg jb)



