Justin Koller schreibt dazu: “Es gibt Gedichte, die eine eindrucksvolle Verbindung von Naturbild und innerer Stimmung schaffen. Wer im bekannten Text von Theodor Storm nur eine stimmungsvolle Naturlyrik erkennt, übersieht, dass der Text das Wattenmeer in der Dämmerung mit melancholischer Tiefe und poetischer Präzision beschreibt. Gleichzeitig jedoch und eingebunden laden Wehmut, Sehnsucht und eine Szenerie – bewusst vage gelassen – zwischen Realität und Traum zur Interpretation ein.

Für uns Alpenländer:innen ist das Wattenmeer an langen Abenden für einen einsamen Spaziergang ein Ort, der auf uns anziehend wirkt. Ein Text am baldigen Beginn des Herbstes, der leise spricht und lange nachhallt. Ich wünsche eine gute Zeit in diesen Spätsommertagen und grüsse herzlich.“ (Gestaltung: Eigenkreation Justin Koller)

