Mönchspfeffer: In Rorschach steht lediglich ein Expemplar

Der Rorschacher Gieri Battaglia hat nachstehende Geschichte geschickt: „Auf Wanderungen in Griechenland und in der Türkei hat der Schreibende schon mehrere Male einen besonders schönen Strauch beobachten können: Den Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus), auch Keuschbaum genannt. Er ist vom Mittelmeer bis nach Nordindien verbreitet und kann eine stattliche Höhe von über fünf Metern erreichen. Die Blätter des Mönchspfeffers sind dekorativ und haben ein pfeffrig-würziges Aroma, das sich besonders beim Zerreiben entfaltet. Die blauen Blüten des Mönchspfeffers verströmen einen angenehmen, leicht süsslichen Duft. Blütezeit sind vor allem die Monate Juli und August. Die bevorzugten Standorte in Südeuropa sind besonders feuchte Flussufer. In Rorschach gibt es meines Wissens nur einen einzigen Standort: an der Kirchstrasse vor dem Landhauskreisel.

Der Mönchspfeffer wird heute in der Naturheilkunde vor allem prämenstruell angewandt. Also bei den Frauen für die Tage «vor den Tagen». Übrigens: Die Mönche im Mittelalter konnten die scharf schmeckenden Samen als Gewürz für ihre Speisen verwenden. Dies hatte einen willkommenen Nebeneffekt. Nämlich als Mittel zur Dämpfung der Liebeslust. Deshalb tranken viele Mönche und Nonnen einen aus diesem Heilkraut hergestellten Tee. In Rorschach dürfte der Mönchspfeffer nur noch kurze Zeit blühen. Dann heisst es: warten bis zum kommenden Sommer. (Text + Bilder: Gieri Battaglia)

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1 Kommentar zu "Mönchspfeffer: In Rorschach steht lediglich ein Expemplar"

  1. Hoi Rorschacher Echo,
    Bei uns im Garten von der Langmoosstrasse 23 steht auch ein schöner Mönchspfeffer.

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