Werke von Paulo Wirz unter dem Titel „Dormitórios“ sind vom 1. Juni – 13. Juli 2025 in der Kunsthalle Arbon zu sehen. Das Rorschacher Echo hat dafür nachstehende Medienmitteilung erhalten:
„Paulo Wirz untersucht in seinem Werk anhand symbolisch aufgeladener Objekte und Gegenstände die Funktionsmechanismen der Gesellschaft. Ein besonderes Interesse liegt auf den Ritualen und Mythen, die von unserem Umgang mit dem Unfassbaren der Welt erzählen. Für die Ausstellung wird Paulo Wirz die Kunsthalle Arbon in ein labyrinthartiges, spielerisches und traumähnliches Terrain verwandeln. Wirz Ausstellung verortet sich irgendwo zwischen Schlaf, Wachsein, Traum, Leben, Tod und Ritual und fragt danach, wie wir als Individuen und Gesellschaften das Labyrinth des Lebens begreifen, wenn wir den existenziellen Realitäten von Tod und Unbekanntem gegenüberstehen und wie wir das Heilige und Profane inmitten kultureller und sozialer Instabilität miteinander versöhnen.
Biografie Paulo Wirz
Paulo Wirz (geboren 1990 in Pindamonhangaba, Brasilien) ist ein in Zürich lebender Künstler, der mit grossformatigen Skulpturen und ortsspezifischen Installationen arbeitet. Seine Werke schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und hinterfragen die soziale Bedeutung symbolisch aufgeladener Objekte. Ähnlich einem Alchemisten verwandelt Paulo Wirz die von ihm verwendeten Materialien und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Mehrdeutigkeit ihrer Eigenschaften: Er verändert ihren Zustand, zum Beispiel durch Farbe, Feuer, Wachs oder Spiegelungen, nicht nur formal, sondern auch in ihrer Bedeutung. Die Werke basieren somit immer auf einer inhärenten Veränderlichkeit, die zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem Vergangenen und dem Bleibenden oszilliert.
Paulo erwarb einen BA in Fotografie an der ZHdK und einen MA in Bildender Kunst an der HEAD – Genève. Im Jahr 2019 erhielt er den New Heads Prize und 2021 den Swiss Art Award. 2025 ist er erneut für die Swiss Art Awards nominiert. Zwischen 2019 und 2022 nahm er an verschiedenen Residenzprogrammen wie Fondazione Ratti (Como, Italien), ZQM (Berlin, Deutschland), Cité des Arts (Paris, Frankreich) und Pro Helvetia (Kairo, Ägypten) teil. Im Jahr 2024 war er im Rahmen eines Aufenthaltsstipendiums der Landis & Gyr Stiftung am New Europe College in Bukarest eingeschrieben. Seine Arbeiten wurden in Institutionen wie der Kunsthalle Basel (Schweiz), FriArt (Schweiz), Centre d’Art Contemporain de Genève (Schweiz), Helmhaus (Schweiz), Archivio Conz (Deutschland), Wehrmühle (Deutschland), Haus Konstruktiv (Schweiz), Fondazione Ratti (Italien) und Cité des Arts (Frankreich) ausgestellt.
Öffnungszeiten
Freitag 17 – 19 Uhr
Samstag und Sonntag 13 – 17 Uhr
Eintritt frei
Besondere Öffnungszeiten:
Pfingstmontag, 9. Juni: 13 – 17 Uhr geöffnet
Vernissage
Samstag, 31. Mai, 17 Uhr
Begrüssung: René Walther, Stadtpräsident Arbon
Einführung: Martina Venanzoni, Kuratorin
Öffentliche Führungen:
Samstag, 14. Juni, 16 Uhr
Samstag, 5. Juli, 16 Uhr
Musikalische Performance:
Samstag, 28. Juni, 15 Uhr
Intervention in Reaktion auf die Ausstellung mit Lucas Wirz. Der schweizerisch-brasilianische Künstler Lucas Wirz erforscht die Zwischenräume von Klang, Musik und Bild und schafft Werke, die überall nach Poesie suchen. Seine Praxis ist geprägt von seinem Studium der Literatur und Linguistik in Brasilien, der Kunst in der Schweiz sowie seiner musikalischen Laufbahn mit Auftritten in Brasilien, Deutschland, der Schweiz und Frankreich.
Finissage mit Apéro:
Sonntag, 13. Juli, 15 Uhr
Die Ausstellung steht unter dem Patronat der Stadt Arbon.“ (Text/Beitragsbild: pd kha ck)

