„GAFFA – Level Up“ in der Kunsthalle in Arbon

Das Rorschacher Echo hat von den Initiant:innen der Kunsthalle Arbon noch nachstehende Medienmitteilung zur heutugen Vernissage der neuen Ausstellung erhalten. Voilà:

„Das Ostschweizer Kollektiv GAFFA ((Dario Forlin (*1992 in Teufen), Wanja Harb (*1992 in St. Gallen), Linus Lutz (*1994 in St. Gallen) und Lucian Kunz (*1996 in Steinach)) veröffentlicht seit 2016 im monatlichen Abstand ein Fanzine im Format A5 mit eigens dafür gestalteten Inhalten in Form von Bildern. Jede dieser Publikationen befasst sich mit einem bestimmten Thema und wird durch Collagen, Grafiken und Fotos mit viel Witz und Humor kreativ umgesetzt. Bisher sind über 91 Ausgaben des GAFFA-Zines erschienen. Seit 2018 entwickelt das Kollektiv Installationen und skulpturale Ausstellungen. Die dreidimensionalen Arbeiten treten mit der Geschichte des Raumes oder des Ortes in Konversation und greifen so mit Humor und Feinsinn gesellschaftlich relevante Themen auf. Das interdisziplinär Arbeitende Kollektiv bewegt sich fliessend zwischen verschiedenen Bereichen des angewandten Designs und der bildenden Kunst und hat über die Jahre eine eigene Bildsprache entwickelt.

Für die Ausstellung in der Kunsthalle Arbon wird das Gaffa-Kollektiv die Kunsthalle in eine Parkgarage verwandeln, welche die besondere Ästhetik von Parkhäusern aufgreift, die Nutzung von Stadt- und Landflächen für Verkehr humorvoll thematisiert und die gesellschaftlichen Implikationen rund um das Thema Auto weiterdenkt. Tiefgaragen und Parkhäuser sind Orte, die wir meist nur im Vorübergehen wahrnehmen. Es sind zweckgebundene «Unorte», denen kaum jemand seine Aufmerksamkeit schenkt, die allerdings ihre eigene Ästhetik haben: Die strenge Geometrie der Parkflächen, die rhythmische Bewegung der Schranken, die scheinbar zufällige Anordnung der Lochungen auf einem Parkticket. Die Menschen und Maschinen als Protagonist:innen des Geschehens führen einen fast choreographisch anmutenden Ablauf auf. Die Kunsthalle Arbon war bis in die 1970er-Jahre Lagerhalle für den Metallwarenfabrikanten Schädler. Danach wurde das Areal von der Stadt gekauft und für eine gewisse Zeit als Lagerhalle genutzt – unter anderem für Oldtimer-Lastwagen der Firma Saurer. Heute hört man in der akustisch wenig isolierten Ausstellungshalle ständig die Autos vorbeifahren. Die Ausstellung greift somit nicht nur die Ästhetik von Parkhäusern auf, sondern macht auch einen Bezug zur Ortsgeschichte wie auch zur heutigen Verkehrssituation. Wieviel Platz nehmen Autos und die dafür benötigte Infrastruktur in unserer Gesellschaft ein, wie sind diese Räume gestaltet – und wie könnte der Platz allenfalls auch anders nutzbar gemacht werden?“ (Text/Bild: pd kha ck)

Vernissage: Samstag, 29. März, 17 Uhr. Einführung: Martina Venanzoni, Kuratorin

Öffentliche Führungen: Samstag, 12. April, 16 Uhr Samstag, 3. Mai, 16 Uhr

Autogrill: Kulinarik und Gespräch mit den Künstlern: Samstag, 26. April, 15 Uhr

Finissage mit Apéro: Sonntag, 11. Mai, 15 Uhr

Öffnungszeiten: Freitag 17 – 19 Uhr / Samstag und Sonntag 13 – 17 Uhr / Eintritt frei

Besondere Öffnungszeiten: Karfreitag, 18. April: geschlossen  / Ostermontag, 21. April: 13 – 17 Uhr geöffnet / Donnerstag, 1. Mai: 13 – 17 Uhr geöffnet

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