Eine weitere Online-Plattform macht dicht. Nach „Ostschweiz“ und „FM1-Today“ erscheint heute auch „gwüsst.ch“ (nach rund 4 Jahre Netzpräsenz) letztmals. Das ist einerseits schade, aber ich habe gelernt, dass es auch schade bleibt, wenn ich mich aufrege. Also rege ich mich nicht auf, aber schade ist es allemal. Und ich weiss auch nicht wieso das mit dem medialen Auftritt beim Rorschacher Echo funktioniert und bei anderen nicht.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Das Rorschacher Echo ist weiterhin keine Speerspitze gegen den schwindenden Lokaljournalismus oder gar der fehlenden Lokalzeitungen. Das Rorschacher Echo hat weder eine Recherchen-Abteilung noch Lust, überall herumzustochern und allfälligen News nachzuspringen. Im Wissen, dass Rorschach nicht der Nabel dieser Welt und alles Leben auf unserem Planeten endlich ist, muss man auch nicht alles auf die Goldwaage legen. Das Rorschacher Echo beschränkt sich mehr oder weniger auf die rund 1,7 km2 kleine Stadt am grossen See und berichtet, was da gerade so läuft. Das passierte in aller Regel relativ unkompliziert und unaufgeregt und es liegt in der Natur der Sache, dass da nicht alles erwähnt und aufgeführt werden kann. Und es ist auch klar, dass da manches nicht für alle von Interesse ist. Einigen gefällt, was ich mache. Andere finden das einen Seich. Das ist so wie im richtigen Leben.
Was bleibt ist aber die individuelle Auseinandersetzung mit einem kleinen Flecken Erde, der mir nach wie vor viel bedeutet und wo ich zusammen mit meiner Amore meinen Lebensabend verbringen will. Der Spass am „Rorschacher Echo“ ist immer noch vorhanden. So hat zumindest Rorschach weiterhin etwas, was in anderen Gemeinden der Region anscheinend nicht realisierbar ist. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass das Rorschacher Echo kein Business im klassischen Sinn ist. Geniessen ist wichtiger als Geld zu generieren. Aber eben, auch das Rorschacher Echo ist endlich. Noch gibt es kein Ablaufdatum, aber weiterhin Bilder und News aus unserem Städtchen…


