Ein „komischer“ Vogel im Garten…

Die Amsel (ursprünglich eine scheue Bewohnerin dichter, unterholzreicher Wälder) ist in den letzten 100 Jahren zahlreich in unsere Siedlungen und Städte vorgedrungen. Die Männchen sind pechschwarz mit gelbem Schnabel, die Weibchen dunkelbraun mit verschwommen gefleckter Unterseite. Was aber, wenn wie kürzlich in einem Garten im Rorschacherberg eine Amsel auftaucht, die nicht dem gewohnten Bild entspricht?

Bei der Farbe dieser Amsel handelt es sich gemäss Auskunft der Vogelwarte Sempach um einen genetischen Fehler. Die eigentlich schwarzen Federn werden braun und blassen zunehmend aus. Diese Form nennt man „Brauner Typus“. Farbmutationen kommen gelegentlich auch bei anderen Tierarten vor. So gibt es beispielsweise ganz dunkle Ringelnattern, sogenannte Schwärzlinge. (Text: Gieri Battaglia / Bild: Richard Häberli)