Die Seerettung Rorschach ist eigentlich permanent in Bereitschaft, aber so inoffiziell hat die Saison 2026 am letzten Freitag begonnen. Und gleich zünftig: Zuerst erhielten unsere Seeretter aus den Händen des Christopherus-Rates eine Ehrenurkunde mit einer Verdienst-Medaille und bevor das Fest beginnen konnte wurde die Pikettmannschaft alarmmässig nach Lindau gerufen. Das Beitragsbild zeigt rund zwei Drittel der Seerettungscrew Rorschach. Einige waren Ferienhalber abwesend oder an der Arbeit.
Von links nach rechts: Adriano Gabaglio (Präsident Christopheruns-Rat), Remo Pfändler (Leiter Seerettung Rorschach), Ernst Altherr (Christopherus-Rat, Region Ost), Mauro Montagner (Seerettung Rorschach, Präsident SLRG Rorschach) und Martin Schmid (Sektion Chur).Adriano Gabaglio, Präsident Christopherus-Rat, sagte in seinem Grusswort: „Es gilt zu jedem Zeitpunkt immer wieder auf die Gefahren im Zusammenhang mit der Nutzung von Gewässern aufmerksam zu machen, nicht zuletzt aber auch den Retterinnen und Rettern für ihren Einsatz zu danken. Diesen Dank möchten wir heute nach Rorschach überbringen.“
Ernst Altherr, Mitglied Christopherus-Rat SLRG, Region Ost, sagte in seiner Laudatio: „Seit über 75 Jahrenwacht die Seerettung Rorschach über einen Teil des Bodensees. Was 1950 mit der Gründung der SLRG Sektion Rorschach begann, hat sich bis heute zu einer eingespielten Rettungsorganisation entwickelt. 2010 hat sich die Sektion und der Seerettungsdienst gesplittet. Die Trennung der Seerettung vom Verein SLRG Rorschach war politisch bedingt und buchhalterisch begründet. In zahlreichen Rettungsaktionen der vergangenen Jahre haben die Mitglieder der Seerettung nicht nur ihre Fachkompetenz, sondern auch ihren Mut und ihre Menschlichkeit unter Beweis gestellt. Sie handeln in extremen und gefährlichen Situationen, um Menschen in Not zu helfen und Leben zu retten. Diese Einsätze erfordern neben fachlicher Exzellenz auch bemerkenswerte Teamarbeit. In Anerkennung der herausragenden Leistungen, der langjährigen Tätigkeit für die Wassersicherheit und das fortwährende Engagement im Dienst der Mitmenschen dürfen wir heute eine Ehrenurkunde sowie die goldene Verdienstmedaille der SLRG mit der Inschrift ‚de salute hominum bene meritus‘ (übersetzt ‚um das Wohl der Mitmenschen hochverdient‘) überreichen.“
Bei der eingangs erwähnten Alarmierung handelte es sich um einen internationalen Seenotalarm. Vor Lindau wurde ein herrenloses Boot entdeckt, was einen Personensuchte nötig machte. An der Suchkette beteiligten sich 15 Boote. Die Suche wurde in der Nacht auf Samstag wegen Dunkelheit abgebrochen und am Samstag weitergeführt. Am Samstagnachmittag waren auch Helikopter an der Suchaktion beteiligt und bei uns in Rorschach nicht zu überhören.









