KKRR: Die bestellte Pasta hat den Hunger gestillt

Barbara Camenzind vom Pfarreirat Rorschach hat dem Rorschacher Echo noch nachstehenden Text und die entsprechenden Bilder zur Aktion „Pasta bestellen stillt Hunger“ zugestellt. Herzlichen Dank.

Gemeinschaft feiern und solidarisch sein-Trotz Allem! 

Die Pandemievorschriften schränken das festfreudige Leben der Katholischen Kirche Region Rorschach, der portugiesischen Mission und der Missione Cattolica  nach wie vor  ein. Leider konnte auch dieses Jahr der beliebte Anlass nicht im im Stadthofsaal durchgeführt werden. Das hielt Ruth Diethelm von der Kerngruppe „Pasta Essen stillt Hunger“ und Caroline Aeschlimann vom Pastoralteam nicht ab, die Räte und Gremien der KKRR um Mithilfe zu bitten, um den Anlass in Corona-tauglicher Version stattfinden lassen. Flugs wurde das Projekt umgestellt auf Pasta-Lieferdienst und Take-Away, die erfahrenen Cinque-P- und Tomatensauce-Köche und -Köchinnen füllten die Saucen in Gläser. Zusammen mit dem von der Käslaube Kündig gesponserten Parmesan ergaben das rund 500 Portionen, die so in hübschen Paketen abgeholt werden konnten, oder ausgeliefert wurden. Einfach die Nudeln kochen musste man halt selber.

Solidarität auf mehreren Ebenen:

„Wir waren doch selber überrascht, wie schnell die vielen Anmeldungen hereinkamen. Kurz vor Meldeschluss waren wir quasi ausverkauft“, freute sich Caroline Aeschlimann, die als Verantwortliche für das Fastenopfer/Brot für Alle die Aktion koordinierte. Der Erlös von „Pasta bestellen stillt Hunger“ steht ganz im Zeichen der Klimagerechtigkeit  und unterstützt das Projekt Atucsara in Kolumbien. In der Region Tambo in Cauca werden 250 Familien unterstützt, um ihre Ernährung und ihr Einkommen zu verbessern.

Für dieses Projekt kann noch bis zu Ostern gespendet werden: fastenopfer.ch

Auch die ehemalige Pfarreiratspräsidentin Ruth Diethelm, die zusammen mit ihrem Team 2011  dem guten alten „Suppentag“ das mediterrane Update verpasste ist überzeugt, dass die coronakonforme Version doch auch ansatzweise das bewirkte, was sie sollte. „Gemeinschaft erfahren und sich gegenseitig helfen vor Ort, ist ja etwas was uns gut tut und was zum Pfarreileben gehört. Wenn dabei auch noch ein Projekt in der Welt unterstützt wird, so ist das Solidarität auf mehreren Ebenen. Für diese Solidarität haben sie 55 Kilo Penne organisiert, 32 Liter Cinque P/ und Tomatensauce verkocht, sowie  4 Kilo Käse gebraucht. Die Spendeneinnahmen der Pasta-Aktion  werden diese Woche auf der Homepage der KKRR veröffentlicht.

Voller Einsatz der Leitung von Jungwacht und Blauring (Bild 3 und 4)

Den Lieferdienst in die vier Gemeinden der Seelsorgeeinheit oblag verdankenswerterweise Jungwacht und Blauring. Gerade aus dem Rorschacherberg kamen die meisten Anfragen nach dem Service. Gut gelaunt und mit sehr stylischen Masken organisierten die jungen Erwachsenen ihre Fahrten. Gruppenleiter Manuel Heeb ist sehr froh, wenn die Jubla Rorschach ab dem 6. März wieder ihre Gruppenstunden abhalten kann. Natürlich freuen sie sich auch, wenn neue Kinder und Jugendliche dazu stossen. „Der Bedarf nach Erlebnissen und Austausch ist bestimmt gross. Bei uns ist das möglich,“ sind alle überzeugt. Zum Kontakt geht es hier: jublarorschach.ch

Der im Netz gestreamte Gottesdienst, ganz im Zeichen des Fastenopfers, musste erneut auf den Kolumbanschor verzichten. Die Rorschacher Kirchenmusik unter der Leitung von Franz Pfab vermittelte mit seinem regional zusammengestellten Profi-Ensemble doch ein bisschen klingendes Gemeinschaftsgefühl, in wertschätzender Vertretung.  (pd bc)