Wacholderdrosseln findet man auch in unserer Region

Der Rorschacher Gieri Battaglia hat dem Rorschacher Echo noch nachstehenden Text zugespielt. In der Badi Goldach sollen jeweils zwischen April und Juni einige wenige Paare brüten.

„Die amselgrossen Wacholderdrosseln (rätoromanisch tursch giagl) erkennt man an ihrem wellenförmigen Flug mit den weissen Flügelunterseiten und ihrem typischen Flugruf «tschack-tschack». Sie haben ihr Verbreitungsgebiet im 19. Jahrhundert von der sibirischen Taiga aus nach Westen und nach Süden ausgebreitet. Heute haben sie fast die gesamte Schweiz bis zur Baumgrenze hinauf besiedelt. Wacholderdrosseln brüten gerne in kleineren Kolonien, oft in Parks, in Obstgärten und in der Nähe von Feuchtgebieten. Sie ernähren sich in dieser Zeit vorwiegend von Regenwürmern, Käfern, Raupen, Heuschrecken und Ameisen. Im Herbst ziehen unsere Wacholderdrosseln west- und südwärts und verbringen die kalte Jahreszeit in Frankreich, Italien und Spanien. An ihre Stelle kommen aus Nord-Ost-Europa (Baltikum, Skandinavien) zum Teil recht grosse Trupps in unsere Gegenden, um den Winter hier zu verbringen. So hat ein Engadiner Ornithologe am 13. Februar 1987 in der Nähe von St. Moritz einen grossen Schwarm mit mehr als 1000 Vögeln beobachten können. In Feldis sind es momentan etwas weniger. Trotzdem ist es spannend zu sehen, wie sich gegen 100 Individuen auf Lärchen und Birken zusammentun, um dann vor allem die Ebereschen aufzusuchen, wo sie sich über die roten Beeren (die Vogelbeeren) hermachen und kleinere Bäume innert weniger Stunden leerfressen. Ein faszinierendes Spektakel! Wenn es wieder wärmer wird, ziehen unsere Wintergäste in ihre Brutgebiete zurück. Viel Spass beim Beobachten der Wacholderdrossel-Schwärme.“ Das Beitragsbild stammt von Carl’Antonio Balzari.