HC GoRo Damen 1: Lichtblicke in der Niederlage

Gegen ein starkes Yellow Winterthur verliert das Damen1 des HC Goldach-Rorschach allzu deutlich mit 32:23 (16:10) Toren.

Nach dem Schlusspfiff blieb die Erkenntnis, dass man dem Gegner über weite Strecken ebenbürtig war, teilweise sogar das Spielgeschehen bestimmte. Dies macht Mut für die kommenden, äusserst wichtigen Spiele gegen Volketswil/Dübendorf und Uster. Nun stellt sich natürlich die Frage, warum diese klare Niederlage, wenn sich während gut 45 Minuten zwei gleichwertige Mannschaften gegenüberstanden. Zweimal, während der ersten und auch in der zweiten Halbzeit fielen die GoRo-Frauen in ein spielerisches Loch, das von den Gegnerinnen kaltblütig ausgenutzt wurde. Die Gründe für diese spielentscheidenden Blackouts sind schnell gefunden. Einerseits ist das neuformierte Team in der Defensive immer noch auf der Suche nach dem idealen Stellungsspiel. Und da musste auch gestern die Erfahrung gemacht werden, dass jedes Zögern sofort bestraft wird. Im Angriff wird, explizit in den Situationen, wo es nicht nach Wunsch läuft, zu hektisch, zu eigensinnig agiert. Statt Ruhe reinzubringen, wird zu schnell abgeschlossen, was dann wiederum mit schnellen Gegenstosstoren des Gegners bestraft wird. Das Übel ist also erkannt, kann aber nicht von heute auf morgen aus der Welt geschaffen werden. Es wird noch etwas Zeit brauchen, und es wird noch einige Spiele dauern, bis alles so funktioniert, wie es sich alle Beteiligten vorstellen. Und genau dies wird eine schwierige Phase im Aufbau der neuen Mannschaft. Denn es ist Geduld gefragt und vor allem ist Durchhaltewille angesagt. Denn es ist nicht einfach, klare Niederlagen wegzustecken, vor allem nicht, wenn guter Ehrgeiz mit im Spiel ist! Gegen Yellow Winterthur zeigte GoRo nach der Pause, zu was sie fähig sein können. Gegen ihre aufmüpfige Verteidigung kamen die Gegnerinnen nur noch selten zu Chancen. Und im Angriff zog GoRo plötzlich das schnelle, geduldige Angriffsspiel auf. Dieses Angriffsspiel, das viele gerne öfter sehen würden! Erfolgreiche Abschlüsse über die Flügel, den Kreis, aus dem Rückraum, die unberechenbaren Gäste verkürzten den 7-Tore Rückstand bis auf zwei, waren wieder einmal nahe dran, das Spiel zu kehren. Doch beim Spielstand von 21:19 wurden zwei Chancen für das Anschlusstor nicht genutzt, ansonsten, wer weiss! Dass während dieser Phase der Partie die beiden Unparteiischen den Kampfeswillen der Gäste mit einigen nicht gepfiffenen, unsauberen Aktionen der Gegnerinnen, zusätzlich brachen, erschwerte die Aufholjagd zusätzlich. Und zum Schluss kam dann, was in solchen Fällen meistens kommt, der Gegner kam nochmals zu einfachen Toren und machte die Sache klar. Zu klar. Der Weg ist das Ziel. Auf diesem gilt es nun, in der kommenden Woche die Trainings zu nutzen, weitere, gute Schritte zu machen, denn am nächsten Samstag geht’s nach Dübendorf. Eine gute Chance, die Null in der Tabelle durch eine 2 zu ersetzen! (Text: Hansruedi Rohner, Trainer)




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