Kloster St. Scholastika kennt man in der ganzen Region

Ernst Schönenberger ist in Goldach aufgewachsen, war Ministrant der Katholischen Kirche und sehr verbunden mit dem Kloster St. Scholastika in Tübach. „Mir tut es im Herzen weh, wenn ich den Niedergang des Klosters St. Scholastika in Tübach verfolge“, schreibt der Heimweh-Goldacher aus der Rosenstadt Bischofszell. Er hat dem Rorschacher Echo auch nachstehende Gedanken geschickt und diese auch gleich noch bebildert. Herzlichen Dank.

Vom Kloster zum Hotel

Im Anhang (das folgt unten) habe ich mir einige Gedanken gemacht, mit der Region und für die Region eine Attraktion aus den Kloster zu machen. Ein Hotel für Kultur, Sport und Bad mit Heilquelle würde der Region Bodensee gut tun. Das Deutsche Ufer entlang dem Bodensee rüstet auf, wieso nicht auch wir mit vielen touristischen Möglichkeiten, Landschaft,  Alpstein, Bodensee, Wasserwege bis Mineralquelle – nutzen wir die Chance.

Ich denke, dass für ein Superprojekt «Hotel Klosterhof» auch Investoren gefunden werden. Neben privaten Investoren denke ich sollten finanziell auch die Gemeinden Rorschach, Goldach und Tübach eingebunden werden. Für die Liegenschaft des Klostergutes sollte neben einem Erwerb auch ein Baurecht (min. 50 Jahre) in Betracht gezogen werden. Somit könnten die finanziellen Mittel für den Um- und Neubau eingebracht werden.

Mit einen Um- und Anbau muss die alte Substanz berücksichtigt werden, verbunden mit Neubauten und einer modernen Infrastruktur, nach dem Motto «modernes Bauen in alter Umgebung». Auch eine Bäderlandschaft mit Heilquelle oder sogar ein Hallenbad für die Region könnte einfliessen.

Und nicht vergessen ….. die einmalige Sicht auf den Bodensee.

Touristisch besteht die einmalige Chance für die Region etwas Gutes zu tun und ein markantes Zeichen zu setzen. Hotelschliessungen der letzten Jahrzehnte (z.B. Seehof und Anker Rorschach) könnten teilweise wieder wett gemacht werden.

Aus nach 403 Jahren: Das Kloster St. Scholastika in Tübach schliesst: Tübachs Wahrzeichen verstummt – «Das Tempo der Schliessung des Kosters St.Scholastika überrascht uns»

Ende März verlassen die letzten sechs Ordensfrauen das Kloster St.Scholastika in Tübach. Gemeindepräsident Michael Götte bedauert diese Entwicklung und zeigt sich vom Zeitpunkt des Wegzugs überrascht. Er hofft nach dem Wegzug der Kapuzinerinnen auf eine Nutzung, die dem ehrwürdigen Gebäude gerecht wird.

Schliessung ist auch ein Verlust des Kulturgutes

Abgesehen vom geistlichen Charakter des Hauses ist das Gebäude ein wesentliches Wahrzeichen der Gemeinde Tübach. «Es bleibt auch unser Aushängeschild, das unter anderem als Sujet auf Postkarten in die ganze Welt versandt wird», sagt Gemeindepräsident Michael Götte. Auch auf dem traditionellen Tübacher Biber prangt das Kloster als Motiv. Das süsse Gepäck wird vom Gemeinderat bei diversen Gelegenheiten auch gerne verschenkt. Der SVP-Politiker bedauert den Wegzug der Schwestern. «Wir wurden vom Bistum vorgängig darüber informiert. Überrascht hat uns aber das Tempo. Wir haben zwar im Gemeinderat damit gerechnet, dass dies früher oder später der Fall sein wird, wir sind aber noch Anfang Jahr von einem Zeithorizont von drei bis vier Jahren ausgegangen.»

Vom Kloster zum Hotel

Hotel mit geistlichem Charakter, moderner Infrastruktur…und Sicht auf den Bodensee. Die Lage ist einmalig, auf einer Anhöhe über dem Bodensee. Die alte Substanz der Gebäude, ergänzt mit modernen Elementen und einer neuzeitlichen Infrastruktur sind gerade einladend für den Bau eines Klosterhotels.

Die Region Rorschach, Goldach, Tübach würde ein solches Hotel gut vertragen, da in den letzten Jahrzehnten vor allem in Rorschach nur Schliessungen Tatsache waren. (Hotel Seehof, Anker usw.).

Das Klosterhotel mit seiner zentralen Lage in der Regio Bodensee könnte vielschichtige Gäste aus nah und fern anlocken, sei es als Hochzeitshotel (kirchliche Heirat), sei es als Sporthotel (Sportanlage Kellen), Bad und Heilquelle, oder einfach zum geniessen der schönen Landschaften am Bodensee und im Alpstein.

Nun sind Investoren aus der Region gesucht, denen das Kloster St. Scholastika etwas bedeutet. Auch die Gemeinden sollten ihr Interesse in Form einer finanziellen Beteiligung bekunden. Der geistliche Charakter und die jahrhundertalte Bausubstanz sollte erhalten bleiben und in einen modernen Neu- und Umbau zum Klosterhotel einfliessen. (März 2020 / Ernst Schönenberger)