Leidenschaftliche Diskussionen bei den Jungfreisinnigen

Die Jungfreisinnigen der Region Rorschach haben gestern Abend noch nachstehende Mitteilung zur Podiumskussion vom letzten Montag über den geplanten Autobahnanschluss an die regionalen Medien verschickt. Nachstehend findet man diese im vollen Wortlaut:

«Die Jungfreisinnigen Region Rorschach haben am Montag, dem 04. November 2019, die Bevölkerung zu einer Podiumsdiskussion über den geplanten Autobahnanschluss in der Region eingeladen. Vor etwas mehr als 100 Zuschauern in der Aula Goldach diskutierten Befürworter und Gegner des Autobahnanschlusses unter der Leitung von Prisca Fol und Joel Mäder.

Vergangenen Montag diskutierten die Befürworter und Gegner des geplanten Autobahnanschlusses unter der Leitung der Jungfreisinnigen Rorschach. Vor etwas mehr als 100 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern in der Aula Goldach versuchten Thomas Müller und Felix Kuster, die Bevölkerung vom geplanten Grossprojekt zu überzeugen. Felix Gemperle und Lukas Locher hingegen mahnten zur Besonnenheit und argumentierten, dass es auch Aternativen gäbe.

Nach der Begrüssung und der Einstieg-frage durch die Präsidentin der Jungfreisinnigen Rorschach, Prisca Fol, ging Moderator Joel Mäder, Vize-Präsident der Jung-freisinnigen Rorschach, genauer auf das Thema der Nachhaltigkeit ein. Hier und auch im weiteren Verlauf wurden die gegensätzlichen Meinungen sehr deutlich und es entwickelte sich eine angeregte Diskussion. Auch beim Thema der Kosten oder bei den Alternativen kamen beide Parteien erwartungsgemäss nicht auf einen gemein-samen Nenner. Es wurden leidenschaftliche Diskussionen geführt und schnell wurde deutlich, dass der geplante Autobahnanschluss für beide Parteien eine äusserst wichtige Angelegenheit ist, sowohl auf Seiten der Befürworter als auch auf Seiten der Gegner.

Zum Abschluss wurde dem interessierten und sehr aufmerksamen Publikum die Chance geboten, Fragen zu stellen. Diese Gelegenheit liessen sich die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht entgehen und stellten einige kritische Fragen, hakten nach oder erkundigten sich nach den Urhebern von anonymen Flyeraktionen.

Beim abschliessenden Apéro wurde eifrig weiter diskutiert und man unterhielt sich mit Freunden, Bekannten, Nachbarn oder bisher fremden Personen über das geplante Bauprojekt.

Es freut uns ausserordentlich, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Wir von den Jungfreisinnigen Rorschach möchten uns herzlich bei allen Zuschauerinnen und Zuschauern für ihr Kommen bedanken.» (Text/Bilder: pd/jm)




3 Kommentare zu "Leidenschaftliche Diskussionen bei den Jungfreisinnigen"

  1. Super Podiums-Gespräch mit den Jung-Freisinnigen.
    Ich habe Ihnen gratuliert, sie haben diskutiert und nicht nur kritisiert.
    Anschliessend habe ich folgende Frage gestellt: Wer hat das anonyme
    Flugblatt in die Goldacher-Haushalte verteilt? Teilweise mit falschen Angaben,
    unterschrieben mit Einwohner und Gewerbler von Goldach.
    Die Gewerbler von Goldach haben sich klar für ein JA ausgesprochen.
    Wer dass veranlasst hat ,soll bitte aufstehen.
    Ein Mann ist dann im Saal aufgestanden und hat gesagt :ich wars.
    Da er sich nicht vorstellt hatte, habe ich nach seinem Namen gefragt.
    Nachdem er seinen Namen genannt hatte, begründete er das Nein-
    Flugblatt mit Natur etc, Ich habe ihm dann gesagt,
    vermutlich hat er andere Gründe. Mit dem Autobahn-Anschluss fahren
    bei ihm täglich 5000-8000 Auto weniger vorbei, dass heisst 30-50 Auto
    pro Tag fahren nicht zu ihm.
    Macht hoch gerechnet 100000-200000 Fr. weniger Umsatz für ihn.
    Ich verurteile anonyme Flugblätter und Verunstaltung von Plakaten.
    Josef Schneider, Goldach.

  2. Auf den Zahn gefühlt.

    Die Jungfreisinnigen, Region Rorschach, organisierten am Montagabend in der Aula der Oberstufe Goldach eine Podiumsdiskussion zum geplanten Autobahnanschluss Plus. Joel Mäder, Organisator und Prisca Fol, Präsidentin der Jungfreisinnigen Rorschach leiteten vor gut besuchtem Saal mit sehr viel Geschick und einem breiten Fragekatalog durch den Abend.
    Auf dem Podium stehen für die Pro-Seite Thomas Müller, SVP und Felix Kuster von der FDP, auf der Kontra-Seite Felix Gemperle und Lukas Locher von der SP.
    Ein kleines Detail als Vorgeschmack auf den Abend. Als ich um 17 Uhr von der Klosterstrasse in die Florastrasse gelangen wollte, musste ich beim Altersheim 10 Minuten anstehen, da am Künzlerpass die Bahnschranken geschlossen waren. Im Wohnblock mit 31 Wohnungen angelangt, läutete es kurze Zeit später an der Wohnungstür. Ein Mann mit mehreren Nein-Flyer in der Hand stand vor der Tür und wollte mit mir über die Abstimmung sprechen. Ich wies ihn darauf hin, dass ich ein Befürworter für den Autobahnanschluss sein. Auf seine Frage, ob er mich nicht bekehren könne, beendeten wir das Gespräch und er zog eine Haustüre weiter. Ich war mir vorgekommen wie in den USA bei Präsidentschaftswahlen, wo man auch von Haus zu Haus auf Stimmenfang geht.
    Zurück zum Podiumsabend. Pro und Kontra hielten sich etwa die Waage. Bei der anschliessenden Diskussionsrunde wollte Josef Schneider wissen, ob jemand im Publikum sitze, welcher im Vorfeld einen Nein-Flyer mit einigen Unwahrheiten in Goldach, anonym, streuen liess. Es meldete sich Herr Peterhans und erläuterte den von ihm mitgetragenen Flyer. Herr Schneider bedanke sich im Anschluss bei Herr Peterhans für sein aufrichtiges Bekenntnis zur Aktion. Anmerkung vom Schreibenden. In einem Abschnitt im Flyer wurde darauf hingewiesen, dass bei einem Ja zum Autobahnanschluss wertvolles Kulturland geopfert würde und im gleichen Atemzug – Satz – dass hochwertiges Bauland mit Seesicht abhanden käme. Will man mit dieser Aussage Hochpreisbauland und grosse Investoren-Gewinne nicht verbauen. Der Autobahn-Anschluss würde dies verhindern.
    Felix Gemperle wies bei seinen Ausführungen immer wieder darauf hin, dass man optimale Lösungen suchen müsste. Ich kann mir nicht vorstellen, welche Auswirkungen es vor 30 Jahren, wenn auf der Stadtautobahn die Ein- und Ausfahrten in St.Fieden/Spital und der Kreuzbleiche nicht realisiert worden wären, gehabt hätten. Ein Verkehrskaos wäre die Folge gewesen. Also packen wir die Chance für unsere Region und sagen, am 17. November, wenn auch mit etwas Verspätung, JA zur geplanten Autobahn-Ausfahrt und verhindern so ein «Kaos» in Goldach und Rorschach. Lassen wir die Tulpe gedeihen.
    Andreas Willi, Goldach

  3. Podiumsgespräch vom Montag 4. November Obenstufenzentrum Goldach, Aula
    Zuerst besten Dank den Jungfreisinnigen Region Rorschach für die Organisation.
    Feststellungen:
    Knapp 78 Prozent (Stimmende) der Goldacher Bevölkerung haben für die „Verlängerung Mühlegutstrasse mit SBB-Unterführung“ mit Ja abgestimmt. Das Projekt ist jetzt im Bau. Eingebettet in das Projekt «Autobahnanschluss Plus».
    Fragen: Wird nicht die Mehrheit der Bevölkerung hintergangen, wenn die Gegner kurz vor der Abstimmung das Projekt in Frage stellen? Wo ist die Fairness gegenüber der Bevölkerung? Bei der damaligen Abstimmung (Mühlegut) war klar, dass der Autobahnzubringer zum Projekt gehört.
    Flankierende Massnahmen: Werden Gegner bei diesen Massnahmen immer Ja sagen? Schon vor einiger Zeit hat ein Gegner (war auch am Podium) die bessere Gestaltung «Einlenker Bruggmühlestrasse» verhindert. Waldeggkreisel: Seit bestehen konnte ich den Verkehr beobachten. (Beruflich auf das Auto angewiesen). Der Stau beginnt schon bei der Einfahrt in den Kreisel. Das können auch Unterführungen nicht ändern. Das werden auch Postautochauffeure bestätigen. Nur ein Ja zum Autobahnanschluss kann den Stau auflösen.
    Dreimal war ich bei den Podien dabei. Dreimal habe ich von Gegnern gehört: Es gibt bessere Lösungen. Oder Unterführungen reichen.
    Frage an die Stimmenden: Haben sie schon eine bessere Lösung gesehen? Darum kann nur ein Ja die Lösung bringen.
    Walter Zahner, Goldach

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