SP beschliesst Nein-Parole zum Autobahnanschluss

Die SP Rorschach Stadt am See hat nachstehende Medienmitteilung verschickt. Hier im vollen Wortlaut:

„Die Mitgliederversammlung der SP am letzten Freitagabend fand nicht zufällig im Restaurant Hohrain statt, denn dessen herrliche Aussicht auf den See würde durch den strittigen Autobahnanschluss besonders betroffen. Felix Gemperle stellte das Projekt <Autobahnanschluss plus> anhand der Darstellungen der Gemeinden Rorschach und Goldach vor und erklärte diverse marginale Unterschiede zur Visualisierung der Gegner. Er verwies auf irreführende Statistiken im Gutachten, welches die Stadt Rorschach fairerweise bereits auf ihre Website geladen hat. Klar bemängelt wurde, dass hier eine längst überholte Strategie vorgeschlagen werde, gemäss der Bevölkerungszuwachs automatisch mit mehr Strassen beantwortet wird. Es sei nicht das Problem, die Verkehrsmenge zu bewältigen, sondern den Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten. Mit der 15spurigen Kreuzung unterhalb des Restaurants Hohrain würde unwiederbringlich Heimat zerstört. Das sei auch den Jungen gegenüber unverantwortlich. Felix Gemperle hatte natürlich <Heimspiel>. So war es klar, dass die Versammlung einstimmig die Nein-Parole zum am 17. November vorliegenden Vernehmlassungsbeschluss fasste.

Zu reden gab aber auch die für Rorschach geplante Spitalschliessung. Von der SP werde erwartet, dass die Partei hier Farbe bekenne und sich gegen diesen Schritt einsetze. Es gehe nicht an, dass im Kanton St.Gallen die Finanzpolitik die Spitalpolitik beherrsche, was auch in einer Medienmitteilung des Stadtrates kritisiert wird. Es bestehe schliesslich kein Zusammenhang zwischen Krankenkassenprämien und Spitalstandorten. Wichtig sei aber auch, dass der Widerstand von vielen Gruppierungen getragen werde, nicht nur von der SP. Darum sei es sinnvoll, in der Arbeitsgruppe für eine zukunftsorientierte Versorgung in der Region Rorschach mitzuarbeiten.“ (pd/sp)




1 Kommentar zu "SP beschliesst Nein-Parole zum Autobahnanschluss"

  1. Marguerite Meier | 3. November 2019 - 09:47 um 09:47 |

    Bin zwar nicht Parteimitglied, aber: Bravo!
    1. Als betroffene Bewohnerin von Westgoldach bin ich dagegen, dass unter dem Schlagwort „Stadtlücke schliessen“ ein Teil von Goldach durch die geplante Verkehrsschneise vom Dorf-Zentrum abgeschnitten wird. Unsere Kinder konnten noch entweder via Klosterstrasse oder Sulzstrasse zum Kindergarten und zur Schule laufen. Das wird mit der neuen „Kantonsstrasse zum See“ und den beiden Grosskreuzungen zu gefährlich.
    2. mit schönen, baum- und blumenreichen Bildern wird das Projekt „unser Autobahnzubringer“ „visualisiert“ und angepriesen, – – vorbei an tatsächlich zu erwartenden FAKTEN und eigenartigerweise von einem Komitee, in dem hauptsächlich Stimmen aus Rorschacherberg vertreten sind. Wer hat da eigentlich hauptsächlich Interesse an „unserem Autobahnanschluss“ und wer soll hauptsächlich die Konsequenzen tragen?
    3. Derzeit staut sich jeweils zu den Spitzenzeiten der Verkehr aus Richtung St. Gallen vor der ersten Ampel an der Bruggmühlekreuzung bis zu 2 km weit. (Distanz Ausfahrt Meggenhus bis zur Kreuzung Bruggmühlestrasse). Die geplante Autobahnabfahrt Witen sieht eine erste Ampelregulierung schon nach 200 bis maximal 300 m (vor dem Tunnel, wo sich die an- und abfahrenden Automobile kreuzen werden) vor. Ich bezweifle, dass der heiss ersehnte AutobahnZUbringer auch als VerkehrsWEGbringer funktionieren wird. Der Stau wird wohl eher direkt auf die Autobahn gebracht. Auffahrunfälle und weiteres Chaos sind zu erwarten. Ein weiteres Beispiel ist in Vorbereitung, welches beweisen wird, dass die stets zunehmende Verkehrsmenge nicht einfach für alle Zukunft mit weiteren Strukturausbauten zu bewältigen ist. There is no planet B!

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