Vorkampagne soll die öffentliche Diskussion initiieren

Gestern haben im Restaurant Hohrain in Goldach die Gegner des geplanten Autobahnanschlusses eine Vorkampagne zum Abstimmungskampf lanciert. Am 24. November 2019 wird in den Gemeinden Rorschach und Goldach voraussichtlich über den geplanten zusätzlichen Autobahnanschluss abgestimmt. „Die Behörden haben über das Projekt bis heute nur sehr oberflächlich und einseitig befürwortend berichtet. Umfassende Informationen fehlen ebenso wie die nötigen Fakten um einen echten Diskurs führen zu können. Der Verein «kein3.autobahnanschluss» möchte deshalb mit einer Vorkampagne die öffentliche Diskussion initiieren und die Bevölkerung auch auf die kritischen Aspekte dieses 200 Millionen-Projektes hinweisen“, sagten gestern Abend Präsident Lukas Reichle und Vizepräsident Felix Gemperle gegenüber den Medien. Die beiden Visualisierungen vom Gebiet Industriestrasse in Rorschach und Hohrain in Goldach sollten eine gute Grundlage für eine öffentliche Debatte liefern. Das eigentliche Ziel dieser Vorkampagne ist seitens der InitiantInnen auch, die Region wachzurütteln.

„Das Projekt Rorschach Plus wurde der Bevölkerung bis heute in einer nicht zu verantwortenden Einseitigkeit vorgestellt. Die ergänzenden Informationen für die Volksabstimmung werden erst für den Herbst 2019 in Aussicht gestellt. Die dafür nötige Zeit für eine öffentliche Diskussion wäre damit eindeutig zu klein.

Aktuelle Situation an der Industriestrasse.

Plansituation Industriestrasse.

Visualisierung Industriestrasse.


Realitätsnahe Visualisierungen
Der geplante Anschluss löst die Verkehrsprobleme nur ungenügend und schafft zusätzlichen Verkehr. Zudem werden verschiedene Gebiete neu massiv belastet. Die geplanten Eingriffe in unsere Landschaft, aber auch in den städtischen Raum wären massiv. Der Verein «kein3.autobahnanschluss» hat bei einem professionellen Büro Visualisierungen erstellen lassen, mit welchen die geplanten Strassen gemäss den aktuellen öffentlich zur Verfügung stehenden Plänen 1:1 auf Originalfotos eingefügt wurden. Die Bilder sprechen für sich.

Diskurs ermöglichen
Die Visualisierungen zeigen Bilder von massiven Eingriffen in Stadt und Land, ver-gleichbar mit den Sünden der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Bevölkerung soll im Wissen um alle Vor- und Nachteile über dieses Grossprojekt entscheiden kön-nen. Die Vorkampagne des Vereins «kein3.autobahnanschluss» möchte die öffentliche Diskussion initiieren und die Bevölkerung auch auf die kritischen Aspekte dieses 200 Millionen-Projektes hinweisen. Mitglieder des Vereins informieren an den vier Samstagen im Juni an Standaktionen in Goldach und Rorschach über die Hintergründe des geplanten Anschlusses. Infos dazu werden auf der Website kommuniziert“, schreiben die Gegner in ihrer Medieninformation.

Auf FM1-Today (mit einem Interview mit Vereinspräsident Lukas Reichle) und auf Tagblatt sind die Artikel auch schon online. Auch „Die Ostschweiz“ hat die Geschichte aufgenommen.

Man braucht kein Prophet zu sein um abzuschätzen, dass dieser Abstimmungskampf wohl das emotionale Highlight im Jahre 2019 werden wird. Das Rorschacher Echo wird auf dieser Plattform in gewohnter Weise Gegner wie Befürworter zu Wort kommen lassen. Am Schluss entscheidet sowieso das Stimmvolk.