FC RG 17: Sportlich top – Gratwanderung bei den Finanzen

Der FC Rorschach-Goldach 17 wurde am Montagabend mit dem Label «Sport-verein-t» ausgezeichnet und blickt auf ein dynamisches erstes Vereinsjahr zurück. Er hat sich zudem als Pächter für den Sporttreff Kellen beworben. Das Beitragsbild oben zeigt v.l. Bruno Schöb (Präsident Kommission «Sport-verein-t» bei der IG St. Galler Sportverbände), Markus Hundsbichler (FC RG 17-Präsident), Ruedi Pöder (im FC RG 17 für das neue Label verantwortlich), Dominik Gemperli (Gemeindepräsident Goldach), Peter Witschi, Präsident des SG Kantonal-Fussballverbandes) und Mario Ammann (im SG Kantonal-Fussballverband für das Label verantwortlich).

Bruno Schöb (Präsident Kommission «Sport-verein-t» bei der IG St. Galler Sportverbände)

Ruedi Pöder ist vereinsintern für das Laben „Sport-verein-t“ zuständig und wurde für seine grosse Arbeit geehrt.

Im Kanton St. Gallen ist das Sportlabel «Sport-verein-t» die höchste Auszeichnung, die ein Verein erhalten kann. Neu dazu gehört der FC Rorschach-Goldach, der als fünfter Verein in der Region beehrt wird. Neben dem FC ist auch der HC, die beiden Tennisclubs von Goldach und Rorschach sowie der Segelclub Rietli Träger dieser Auszeichnung. Das Label verpflichtet die Vereine auf einen Ehrenkodex und wird vorerst für eine Dauer von zwei Jahren verliehen. Seitens des FC RG 17 war Ruedi Pöder hier mit allen Abklärungen betraut und wird sich also bereits im Februar 2020 wieder mit einer Rezertifizierung beschäftigen müssen. Auch Gemeindepräsident Dominik Gemperli aus Goldach freute sich über diese Auszeichnung. «Es wird in der heutigen Zeit oft ausser Acht gelassen, wie wichtig ehrenamtliches und freiwilliges Engagement bleibt, deren Auswirkungen sich vielleicht nicht unmittelbar in Zahlen und Fakten ausdrücken lässt. Die ehrenamtliche Tätigkeit bewegt aber unheimlich viel, oft wird diese verdienstvolle Arbeit abseits des medialen Rampenlichts geleistet. Von diesem Engagement profitiert nicht der Einzelne selber, sondern vielmehr die Allgemeinheit. Ohne ehrenamtliches Engagement lassen sich keine Vereinsstrukturen aufrechterhalten. Eine Gesellschaft ohne Vereine auf der anderen Seite ist undenkbar. Es sind die Vereine, die für Zusammenhalt und Zugehörigkeit in einer immer anonymeren Welt sorgen und somit Identität stiften. Zum Wohle von uns allen», freute er sich. Zentrale Elemente von «Sport-verein-t» findet man auf der FC RG 17-Homepage:  www.fcrg17.ch

Gemeindepräsident Dominik Gemperli aus Goldach mit den Dankesworten bei der Verleihung des Labels.

Vorstand braucht Hilfe

Der ordentlichen Hauptversammlung wohnten 135 Vereinsmitglieder bei. Präsident Markus Hundsbichler machte keinen Hehl daraus, dass er das erste Vereinsjahr als sehr dynamisch empfand. Nebst den vielen sportlichen Erfolgen, mit denen der junge Fussballclub weit über die Region hinaus für Aufsehen sorgte, bemängelt er erneut, dass innerhalb des Vorstandes zu viel Arbeit auf den einzelnen Schultern lastet. «Ich sehe das nicht als gute Entwicklung, wenn ich erneut darauf hinweisen muss, dass wir innerhalb des Vorstandes darauf angewiesen sind, dass sich hier mehr Leute für die Belange unseres Vereins einsetzen», liess der die Anwesenden wissen.

FC RG 17-Präsident Markus Hundsbichler wurde mit grossem Applaus für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt.

Erklärbares Defizit

Bei der Gründung des Vereins im April 2017 war der neue Vorstand davon ausgegangen, dass die vielen Mannschaften über einen Zeitraum von zwei Saisons mit den neuen Vereinstrikots ausgerüstet werden. Man sei aber schon in der ersten Winterpause von diesem Vorhaben abgerückt und habe sich entschieden, sofort alle Teams mit den neuen Leibchen und Hosen auszustatten. Das habe sich aber direkt auf die laufende Rechnung ausgewirkt, die einen Verlust von 29000 Franken ausweist. Finanzchef Ferruccio Vanin macht den auch deutlich, dass der neue FC sportlich absolut auf Kurs sei, in finanzwirtschaftlicher Hinsicht aber eine Gratwanderung bevorstehe.

Mittelbeschaffung

Vor allem bei der Vorstellung des Budgets für die neue Saison wurde deutlich, dass der FC bei den Finanzfragen nicht euphorisch sein kann. Trotzdem wurde vorerst auf eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge verzichtet. Beiläufig wurde erwähnt, dass sich der FC RG 17 als Pächter für den Sporttreff Kellen beworben hat. Dies vor allem auch deshalb, dass der Verein mehr Möglichkeiten benötigt, Mittel zu generieren und die Führung einer Festwirtschaft bei allen Vereinen eine wesentliche Einnahmequelle darstellt. Dominik Gemperli bestätigte als Verwaltungsratspräsident der regionalen Sportanlagen Kellen, dass sich für das Führen der Beiz nebst dem FC auch weitere Interessenten gemeldet haben. «Die Eingabefrist ist erst am letzten Freitag abgelaufen, aber wir werden innerhalb des Verwaltungsrates das Ganze zügig in Angriff nehmen», so Dominik Gemperli.