SP Rorschach möchte keine zu hohen Benützungstarife

Aufgrund der Schliessung des Restaurants «Stadthof» hat der Stadtrat Rorschach, gleichzeitig mit den Festlegungen zum Betrieb des Stadtsaals, auch die Nutzung der übrigen stadteigenen Räumlichkeiten geregelt und diese in die Vernehmlassung  gegeben. Der Vorstand der SP Rorschach Stadt am See hat dazu folgendermassen Stellung genommen:

«Im Namen der Sozialdemokratischen Partei danken wir, dass wir zu den Grundlagen Stellung nehmen können. Aus Sicht unserer Partei sollte folgendes beachtet werden:

  1. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass die Stossrichtung bei der Vermietung von öffentlichen Räumen im Interesse der Bevölkerung und der Vereine liegt.
  2. Sie schreiben, der Stadthof sei seit 20 Jahren keine Erfolgsgeschichte mehr. Leider hat der Stadtrat dieses erkennbar sich anbahnende Problem in dieser langen Zeit nicht gelöst. Die Anliegen von Vereinen und Parteien wurden in dieser Zeit nie wirklich ernst genommen.
  3. Wir begrüssen die Abkoppelung des Stadtsaals vom Restaurantbetrieb und dass die Vereine und Parteien den Saal zu Selbstkosten mieten können. Bitte achten Sie darauf, dass die grundlegende Infrastruktur nicht nur vorhanden ist, sondern auch problemlos funktioniert (Tonanlage, Lichtsteuerung, Kühlmöglichkeiten). Die Preisgestaltung für die ortsansässigen Vereine muss sehr moderat sein. Die Stadt profitiert von deren Engagement. Regional verankerte Vereine – ungeachtet wo sich der statutarische Sitz befindet – sollen die gleichen Konditionen erhalten, weil es kaum mehr Vereine gibt, die ausschliesslich lokal funktionieren.
  4. Der Stadtrat hätte es in der Hand gehabt, in den letzten 10 Jahren Alleinstellungsmerkmale für das Restaurant Stadthof zu schaffen. Das ist leider nicht geschehen. Wir verstehen darum nicht, warum der Stadthof ungenutzt vor sich hin darben soll und schlagen vor, dass der Stadthof von Vereinen und Familien ebenfalls zu Selbstkosten und zu moderaten Preisen gemietet werden kann. Das scheint für Geburtstage, Familienfeiern, Verwandtschaftstreffen, Klassentreffen, Vereinsversammlungen, Vorstandssitzungen usw. ein grosses Bedürfnis zu sein. Das Ambiente für solche Anlässe wäre besser als dasjenige im Saal. Allenfalls wäre ein Experiment mit einem Pop-up-Restaurant zu prüfen.
  5. Generell sollte der Stadtrat darauf achten, dass die Benützungstarife nicht zu hoch angesetzt werden. Grundlage sollten nur die variablen Personalkosten für die Vermietung sein. Das Gebäude muss ungeachtet der Nutzung ja sowieso geheizt werden.

Wir bitten den Stadtrat, unsere Überlegungen in seine Entscheidfindung einzubeziehen und danken für die Möglichkeit zur Stellungnahme.»

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