Eintracht lädt morgen zum Winterkonzert

Das altenglische Wort Gallimaufry steht salopp gesagt für eine musikalisch höchst herausfordernde Achterbahnfahrt durch Zeiten, Stile und Klangwelten – also ein wunderbares Durcheinander. Die Stadtharmonie Eintracht Rorschach hat sich für das kommende Konzert am Bummelsonntag (ab 17 Uhr in der Kolumbanskirche) einiges vorgenommen. Aus der „Planetensuite“ des englischen Komponisten Gustav Holst (1874-1935) wird die Hymne „Jupiter“ zu hören sein, die mit ihren saftigen Bläserklängen wie geschaffen ist für den heimischen Klangkörper. Die von Holst arrangierte Fugue à la Gigue wird beweisen, dass  nicht nur Profis, sondern auch ein symphonisches Liebhaber – Blasorchester in der Lage sein wird, den vertrackten Kontrapunkt zu knacken. Fugen sind wie ein Kanon- nur viel schwieriger. Das titelgebende Stück „Gallimaufry“ stammt von Guy Woolfenden und führt zurück in die Zeit Shakespeares. So ziemlich alle „Verdächtigen“ aus der Feder des berühmtesten Theatermachers aller Zeiten huschen durch die Komposition. Falstaff, König Heinrich, Hal, der Intrigant und selbstverständlich auch die unvermeidliche Mrs. Quickley. Das Publikum kann auf diese Reise sehr gespannt sein.

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Primadonna Akkordeon

Mit dem Arboner Markus Dürst hat die Eintracht einen „Virtuosen am Blasebalg“ für sich gewinnen können. Aus der Schule Ruedi Wachters stammend, sammelte der Akkordeonist in Österreich und Irland weitere Erfahrungen. Das Akkordeon ist eine Welt für sich – und Dürst wird mit dem Tango-Nuevo-Helden Astor Piazzolla, sowie mit „Conga del Nuevo Fuego“ von Arturo Marques zu hören sein.  Piazolla liess sich von Shakespeare, von Bach und dem Jazz inspirieren. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Gallimaufry“, der imstande war, mit dem Bandoneon und dem Tango die Welt zu einem etwas besseren Ort zu machen. (Text: Barbara Camenzind)