An der letzten Mitgliederversammlung der SP Rorschach Stad am See wurde ein Resolution verabschiedete, welche unverzüglich Antworten in der Causa «Altersstrategie» fordert. Der Versand der Resolution erfolgte auch an die Kanzleien der mitinvolvierten Gemeinden Rorschach, Goldach, Rorschacherberg, Tübach, Mörschwil und Untereggen. Der Text der heute an die regionalen Medien verschickten Resolution lautet:
Schluss mit dem Zögern – Altersstrategie Region Rorschach jetzt
Ausgangslage: Die Fakten liegen seit 2022 auf dem Tisch: Die Region Rorschach steuert auf einen massiven Engpass in der Altersversorgung zu. Ohne gezielte Massnahmen wird sich der Bedarf an Pflegeplätzen in den nächsten 20 Jahren fast verdoppeln. Trotz der Gründung einer regionalen Arbeitsgruppe vor vier Jahren unter der Leitung von Rorschacherberg und Gemeindepräsident Patrick Trochsler herrscht politischer Stillstand.
Wir stellen fest: Verschleppung statt Vorsorge: Seit vier Jahren wird die Erarbeitung der Altersstrategie verzögert. Wertvolle Zeit für die Planung von bedürfnisgerechten Angeboten für Menschen im Alter geht verloren.
Führungsversagen: Die aktuelle Leitung der Arbeitsgruppe ist ihrer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung der gesamten Region bisher nicht nachgekommen.
Dringlichkeit: Die demografische Entwicklung wartet nicht. Wer heute nicht plant, provoziert morgen einen Versorgungsnotstand und weiter explodierende Kosten.
Die SP Rorschach Stadt am See fordert:
Vorlage bis Ende 2026: Die umfassende regionale Altersstrategie muss zwingend bis spätestens Ende dieses Kalenderjahres öffentlich vorgelegt werden. Die bisherigen Versäumnisse belegen, dass die bestehende Arbeitsgruppe zwingend durch eine externe fachliche Kompetenz geführt werden muss.
Transparenz über den Prozess: Die Bevölkerung und die politischen Gremien der beteiligten Gemeinden sind umgehend über den aktuellen Stand der Arbeiten und die Gründe für die bisherigen Verzögerungen zu informieren.
Konkrete Massnahmen: Die Strategie darf kein zahnloses Papier sein. Sie muss klare, überprüfbare Massnahmen enthalten, wie der klassische Pflegeplatz-Bedarf gebremst und alternative Wohn- und Betreuungsformen gefördert werden.
Verbindlichkeit: Die Gemeinde- und Stadtbehörden der Region müssen sich nach Vorlage der Strategie auf einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung verpflichten.
Die Zeit des Taktierens ist vorbei. Unsere älteren Generationen haben ein Recht auf eine gesicherte Zukunft und eine Politik, die vorausschaut, statt nur zu verwalten. (Text: pd sprsas)


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