Siri Koller präsentiert ihr Herzensprojekt aus Uganda

Heute Donnerstagabend ab 19 Uhr in der Industrie36. Die Rorschacherin Siri Koller (auf dem Beitragsbild unten rechts) schreibt dazu:

Circus, Schule und Hoffnung – mein Herzensprojekt in Uganda

Im Jahr 2024 wurde ich auf Instagram von einer Zirkusschule in Uganda angeschrieben und um Spenden gebeten. Ehrlich gesagt habe ich es zuerst einfach abgewimmelt – so, wie man es halt oft macht. Doch der Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Im Mai 2024, als das Fernweh wieder stärker wurde, kam mir plötzlich die Idee: Warum nicht selbst hingehen? Gleichzeitig war ich skeptisch. Keine westliche Organisation, ein abgelegener Ort – viele Fragezeichen. Dann habe ich gesehen, dass eine Schwedin, Gaby, bereits dort war. Ich habe Kontakt mit ihr aufgenommen, und wir haben über eine Stunde telefoniert. Ich wollte alles wissen: Ist es sicher? Wie komme ich dorthin? Was brauchen die Kinder wirklich?

Nach diesem Gespräch stand mein Plan. Ich habe ein Crowdfunding gestartet und in meinem Umfeld sowie bei lokalen Geschäften nach Material- und Geldspenden gefragt. Es kam unglaublich viel zusammen. Im August 2024 bin ich schliesslich mit rund 50 kg Material im Gepäck nach Uganda geflogen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Entebbe ging es weiter nach Tororo und von dort nach Nagongera zu den Kindern. Ich wurde mit einer riesigen Willkommensshow empfangen – ein Moment, den ich nie vergessen werde. Dort habe ich auch gesehen, wie wichtig diese Schule ist: Für viele Kinder ist es der einzige Ort, an dem sie täglich eine warme Mahlzeit bekommen.

Ich blieb drei Wochen. Drei intensive, ehrliche, wunderschöne Wochen. Wir haben zusammen trainiert, gekocht, Armbänder hergestellt, Plastikflaschen gesammelt und Wege gesucht, wie sie selbst Geld verdienen können. Ich war mit einem Kind im Krankenhaus, habe mit ihnen auf dem Markt eingekauft und ihren Alltag miterlebt. Diese Kinder sind mir unglaublich ans Herz gewachsen.

Zurück in der Schweiz habe ich den Kontakt nie abgebrochen. Über einen WhatsApp-Broadcast habe ich viele auf dem Laufenden gehalten. Aus den Fotos meiner Reise – unter anderem von einer kurzen Safari auf dem Heimweg – habe ich einen Kalender für 2025 gestaltet, um Geld für die Schulgebühren zu sammeln.  Gleichzeitig war mir immer wichtig: Es soll Hilfe zur Selbsthilfe sein. Ich habe die Kinder motiviert, selbst aktiv zu werden – und sie haben angefangen, Plastikflaschen zu sammeln.

Seit November 2024 haben sie bereits 2’887 kg Flaschen gesammelt – das sind im Schnitt über 360 kg pro Monat. Dafür erhalten sie 500 UGX pro Kilogramm, insgesamt also 1’443’500 UGX (ca. 335 CHF). Zusätzlich haben sie durch Shows 1’097’200 UGX (ca. 255 CHF) eingenommen und mit selbstgemachten Armbändern 858’500 UGX Gewinn (ca. 200 CHF) erzielt. Mit diesem Geld bezahlen sie nicht nur Schulgebühren, sondern auch Lebensmittel, Miete und medizinische Kosten. Ein Schultrimester für alle 75 Kinder kostet rund 1’500 USD.

Durch den Kalenderverkauf konnte ich 500 CHF für das laufende Trimester und weitere 500 CHF für das darauffolgende Trimester überweisen. Jetzt sammeln wir weiter, mit dem Ziel, den Kindern im Jahr 2026 möglichst alle Trimester zu finanzieren und ihnen so einen kontinuierlichen Schulbesuch zu ermöglichen.  Damit die Kinder weiterhin zur Schule gehen können und wir das Projekt nachhaltig unterstützen können, organisiere ich am 23. April 2026 eine Benefizveranstaltung in der Industrie 36. Gleichzeitig läuft ein Crowdfunding. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr vorbeikommt oder das Projekt unterstützt – damit wir diesen Kindern gemeinsam eine Zukunft ermöglichen können.

👉 Unterstützen:
https://www.crowdify.net/de/projekt/schule-circus-fuer-uganda

👉 Weitere Informationen:
https://www.lovecircusuganda.org
http://www.circusluft.ch

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