Seit einigen Tagen hängen an den 10 Klimainformationstafeln im Klima- und Biodiversitätsgarten die neuen Schilder «Die 22 Kippelemente (weltweit und regional)». Die InitiantInnen rund um die Rorschacher „Klimaktiv“-Gruppe schreiben dazu: „Kippunkte oder Kippelemente werden solche Veränderungen bezeichnet, die die Klimaerwärmung steigern, ohne dass man dagegen noch etwas tun kann.
Drei Beispiele:
Vor allem in Alaska, Skandinavien, Russland, Kanada, China und Grönland, aber auch in den Alpen oder in anderen hohen Gebirgen ist die Erde tief in den Boden hinein gefroren. Wenn die Erderwärmung fortschreitet, so werden diese Permafrostböden auftauen. Dabei werden so viele Treibhausgase freigesetzt, die man nicht mehr zurückhalten kann und auch weiteres Einsparen bei Treibhausgasen durch die Menschheit kann diesen Prozess nicht mehr stoppen. Wenn man die Klimaerwärmung bei 1.5° C stoppt, werden die Permafrostböden nicht auftauen. Also besser vorsorgen, denn nachher ist es zu spät. Tauen die Permafrostboden in den Alpen auf, ist mit einem Anstieg von Bergstürzen zu rechnen.
Wenn die Eisschilde am Nordpol und Grönland sowie in der Antarktis weiter auftauen, wird ein ähnlicher unaufhaltsamer Prozess in Gang gesetzt: Eis und Schnee reflektieren nicht nur Licht, sondern auch Wärme. Wenn der Boden darunter hervorkommt, nimmt er die Wärme auf und strahlt sie nur in viel geringerem Mass zurück (Albedo). Das bedeutet, dass die Erwärmung sich beschleunigt durch das Abtauen von Schnee und Eis. Zudem steigt der Meeresspiegel an (Abtauen der Arktis Anstieg ca. 7 Meter; Abtauen der Antarktis über 50m). Viele Küstenstädte sowie Inseln weltweit werden überschwemmt.
Wenn mehr Süsswasser (durch Schmelzung von Eis) in den Atlantik gelangt wird der Golfstrom gestört. Schliesslich hört er gar auf zu zirkulieren. Der Golfstromn befördert warmes Meerwasser nach Europa. Hört diese Kreislaufströmung auf, so wird es in Europa in etwa das Klima von Sibirien geben (Kalte lang andauernde Winter, kurze warme Sommer). Dies führt u.a. dazu, dass die Landwirtschaft die bewährten Lebensmittel nicht mehr herstellen kann.
Klimaktiv Rorschach freut sich, wenn möglichst viele Menschen etwas tun gegen die Klimaerwärmung. Eine Möglichkeit besteht in der Mitarbeit am Klima- und Biodiversitätsgarten, aber auch in der Gruppe Klimaktiv Rorschach. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich politisch zu engagieren oder ein E-Auto zu kaufen oder nur noch ÖV und Velo zu fahren, sowie die Dämmung des Hauses, der Ersatz der Heizung z.B. durch Anschluss an das Anergienetz Rorschach und vieles anderes…“. (Text: pd kar mh. Die Bilder wurden am Montagmorgen aufgenommen.)













Kommentar hinterlassen zu "Neue Klimainformationstafeln im Biodiversitätsgarten"