Ein Rorschacher in den Wirren des 1. Weltkriegs…

Heute vor 107 Jahren endete der 1. Weltkrieg. Einige Monate vor dem Ende ereignete sich eine Geschichte, in die auch ein Rorschacher involviert war. „Schweizer Soldaten in italienischer Haft“ hiess es damals in den Medien. Mittendrin Richard Grünberger (1896 – 1976), der in Rorschach aufgewachsen ist und viele Jahre in der Stadt als Sekundarlehrer tätig war. Die ganze Geschichte hat sein Sohn Christian dem Rorschacher Echo zugeschickt. Herzlichen Dank. Er schreibt dazu: „Das Ereignis passierte am 18. Februar 1918. Ich habe die Publikation vom Rorschacher Tagblatt abgetippt, da die damalige Schrift heute nicht mehr für jedermann einfach zu lesen ist. Mein Vater hatte seine Erlebnisse per Brief an seine Schwester geschickt. Diese hatte den Text ohne sein Wissen dem Rorschacher Tagblatt zukommen lassen. Das hatte – wie man heute zu sagen pflegt – einen Shitstorm zur Folge, der vom damaligen Bundesrat losgetreten wurde. Mein Vater wurde verhört wegen unerlaubtem Publizieren von wichtigen Kriegsereignissen. Er konnte sich aber herausreden, da es nicht seine Absicht gewesen war.“ Die Originale hat er dem Museum in Sta. Maria im Val Müstair übergeben, welches die Geschenisse rund um den 1. Weltkrieg aus Schweizer Sicht darstellt.

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