Kinder zu erziehen, egal ob es die eigenen sind oder im beruflichen Kontext wie bei uns an der Schule, bedeutet neben vielen schönen Erfahrungen auch manches Mal, an seine eigenen Grenzen zu stossen und nicht mehr zu wissen, wie man in einer Situation reagieren kann.
Positive Beziehungsgestaltung
Die «Neue Autorität» liefert genau darauf Varianten und Möglichkeiten, zu einer positiven Beziehungsgestaltung mit Kindern im Alltag zu finden. Der Schlüssel dabei ist, dass man bei sich selbst beginnt und bleibt und so als erwachsene Person unabhängig vom Verhalten des Kindes agieren kann. Dies gibt den Lehrpersonen die Möglichkeit, die Beziehung zum Kind zu stärken und trotzdem klar, präsent und beharrlich Widerstand gegen unerwünschtes Verhalten zu zeigen. Das Konzept der «Neuen Autorität» hilft insbesondere, wenn Schülerinnen und Schüler streiten, stören, provozieren oder die Mitarbeit verweigern.
Stärkung der Verantwortlichen
«Neue Autorität» ist ein systemischer Ansatz, der Personen mit Erziehungsverantwortung (Eltern, Lehrpersonen u.a.) stärkt und ihnen wertvolle Möglichkeiten erschliesst, für eine respektvolle Beziehungskultur zu sorgen und positive Entwicklungsprozesse in Gang zu bringen. Das Konzept nutzt die sozialpolitischen Ideen und die Praxis des gewaltlosen Widerstandes, sich nicht in Machtkämpfe hineinziehen zu lassen und das Prinzip, beharrlich zu intervenieren. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, sich mit Bedacht auf eine gute Beziehung und einen respektvollen Umgang einzulassen. (Text/Bild: Katrin Zürcher)
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Heute Morgen wurde in einer Tageszeitung nochmals der Bericht aufgefrischt, wie ein 14-jähriger Junge in einer Luzerner Schule ein 12-jähriges Mädchen zum Oralsex zwingt. Zwei Fakten werden auch noch angesprochen: Es stehen weitere, vergleichbare Vergehen im Raum, die nach demselben Schema ablaufen. Die Verantwortlichen haben den Eindruck, dass die Schule eher vertuschen, beruhigen und verdrängen will, und damit indirekt die Täter schützt.
Aber jetzt, Tada, hat der Schulkreis Mühletobel ein neues Konzept. Gespannt liest man und stellt fest … nichts als hohle Phrasen. „Sich nicht in Machtkämpfe hinein ziehen lassen, beharrlich Widerstand gegen unerwünschstes Verhalten zeigen…“. Ob sich die Bevölkerung durch dieses laue Plätschern beruhigen lassen? Eigentlich ist allen klar, dass weder Inklusion noch Integration in der Schule so funktioniert wie man sich das vorgestellt hatte. Inzwischen wird auch in linksliberalen Blättern darüber geschrieben, dass ein zurück zum Feld 1 wohl besser wäre, als eine schlechte Lösung durch Phrasendrescherei noch schlechter zu machen. Die Leute sind einfach sensibel geworden bei grossartigen Ankündigungen und verlangen Fakten statt Beruhigungstabletten.