BirdLife Goldach hat dem Rorschacher Echo noch nachstehende Medienmitteilung geschickt. (Bilder/Grafik/Diagramme: pd blg jb)
Ergebnisse im Überblick:
Verlauf der Wanderung
Mit dem frühlingshaften Wetter bereits im Februar begann die Hinwanderung am 8. Februar 2024 und wurde bis zum 2. April 2024 betreut. In dieser Zeit gab es keine längeren Kälteeinbrüche, wodurch es zu keinem Wanderdruck auf die Amphibien kam. Die Hauptwanderung begann am 17. Februar 2024 und innerhalb einer Woche wanderten bereits ¾ der Erdkröten. Die Hinwanderung der Grasfrösche verlief mit recht konstanten Zahlen bis zum Ende der Wanderung.
Die Rückwanderung der Kröten und Frösche aus dem Laichgebiet zurück in ihre Lebensräume wurde vom 3. März bis 14. Mai 2024 betreut. Durch das teilweise kalte und trockene Wetter zog sich die Wandertätigkeit der Amphibien vergleichsweise in die Länge.
Betreuung der Wanderung
Die Betreuung der Sperren beinhaltet nachstehende Aufgaben:
- Auf- und Abbau der Sperren durch Mitarbeitende der Gemeinden Goldach und Untereggen sowie Mitgliedern des Betreuerteams
- Tägliche Kontrolle der Sperren mit Erfassung der Amphibien nach Art, Geschlecht und Fanggefäss, Freilassung im Schlossweiher mit gleichzeitiger Betreuung von Schulklassen und Gästen
- Einsatzplanung der täglichen Kontrollen und Koordination der teilnehmenden Schulklassen
- Datenerfassung und Aufbereitung der täglichen Ergebnisse, Berichterstattung
12 Klassen mit 228 Schülerinnen und Schülern aus Goldach, Untereggen, Rorschach, Grub und St. Gallen wurden eingeführt in die Bedeutung des Schutzgebietes, die Artenkenntnis und die Betreuung der Sperre. An den Wochenenden kamen auch immer wieder Gäste, besonders Familien, um die Amphibienwanderung mitzuerleben.
Die Teilnahme von Schulklassen ist ein wertvoller Beitrag zum Umweltverständnis der Schulkinder. Die Arbeit mit den Klassen ist intensiv. Doch die Neugier und das Interesse der Kinder an den Amphibien machen diese Vormittage für alle Beteiligten zu spannenden und lohnenden Erlebnissen.
Im Freiwilligenteam arbeiten 24 Personen, die sich nach ihren individuellen Möglichkeiten für die Sperrenbetreuung einsetzten. Die Erfahrung und Flexibilität der Teammitglieder ermöglichte auch in diesem Jahr eine hervorragende Sperrenbetreuung über die Zeitspanne von 91 Tagen. Die Einsatzbereitschaft aller ist beispielhaft und macht eine unkomplizierte Organisation über einen Gruppenchat möglich.
Ergebnisse der Wanderung
Die Gesamtzahl der wandernden Amphibien ist ähnlich wie im Vorjahr (Diagramm 1), wobei die Zahl der Grasfrösche leicht gestiegen ist gegenüber einem Rückgang an wandernden Erdkröten. Bereits letztes Jahr haben wir festgestellt, dass der Anteil der Krötenweibchen rückläufig ist. Waren in der Vergangenheit rund 30% der Erdkröten weiblich, sank der Anteil erneut und beträgt heuer noch 26%. Auffällig ist der Vergleich der beiden Sperren. An der Unteregger-Sperre waren nurmehr 22% der Kröten weiblich, wogegen an der Müliberg-Sperre mehr Weibchen als Männchen gezählt wurden (54%).
Die Zahl der Molche zeigt weiterhin eine positive Entwicklung (Diagramm 2). Wir zählten deutlich mehr Bergmolche und auch die Teichmolche nahmen zu. Fadenmolche treten nur vereinzelt auf. An beiden Sperren wurden je 15 Tiere gezählt.
Detaildaten:





