Rotkreuz-Laden in Rorschach wird geschlossen

Das Schweizerische Rote Kreuz Kanton St.Gallen hat gestern nachstehende Medienmitteilung verschickt:

„Das Schweizerisches Rote Kreuz (SRK) Kanton St.Gallen betreibt an der Signalstrasse in Rorschach einen Secondhand-Laden. Dieser wird voraussichtlich per Ende April 2023 geschlossen.

Der Vorstand des SRK Kanton St.Gallen hat sich schweren Herzens dazu entschieden den Laden, welcher seit mehr als 40 Jahren Secondhand-Kleider und Haushaltsgegenstände zu günstigen Preisen anbietet, nicht mehr weiter zu betreiben. Die Frequenzen und Einnahmen sind trotz grossem Einsatz der Mitarbeitenden in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Um weiter bestehen zu können, hätten grössere Investitionen getätigt werden müssen. Da das Betreiben eines Secondhand-Laden jedoch nicht zum Kerngeschäft des SRK gehört, will man die Gelder künftig gezielter einsetzen: «Dieser Entscheid ist uns nicht leichtgefallen, aber der Laden war stark defizitär und wir haben gegenüber unseren Mitgliedern und Gönnern die Verantwortung die Spendengelder zielgerichtet und wirksam einzusetzen. Verstärkend kommt hinzu, dass mittlerweile grosse Kleiderketten Mode zu sehr günstigen Preisen anbieten» ergänzt Christian Rupp, Geschäftsleiter des SRK Kanton St.Gallen. Geprüft wird noch, ob sich eine regelmässige Kleiderabgabe an armutsbetroffene Menschen durch Freiwillige organisieren lässt. Damit könnten die Kosten möglichst tief gehalten werden. Das SRK Kanton St.Gallen unterstützt die beiden betroffenen Mitarbeiterinnen bei der Suche nach einer neuen Stelle.

Einsatzbereich des SRK Kanton St.Gallen
Das SRK Kanton St.Gallen engagiert sich in den Bereichen Unterstützung im Alltag, Gesundheit, Migration und Integration für die Bevölkerung im Kanton St.Gallen. Armutsbetroffenen Menschen können sich beispielsweise an die Info- und Beratungsstelle wenden und in einer Notsituation finanzielle Überbrückungshilfe beantragen. Für die humanitäre Organisation im Einsatz stehen über 500 Freiwillige im ganzen Kanton. Die Finanzierung erfolgt zu 49% durch den Ertrag aus Dienstleistungen und Projekten, 35% aus der Mittelbeschaffung (Mitglieder- und Spendenbeiträge) und 16% aus Leistungsaufträgen öffentliche Hand.“

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