Vortrag und Publikumsgespräch im Würth Haus

Claudia Keller und Bärbel Küster bieten am kommenden Samstag im Würth Haus in Rorschach einen interessanten Einblick in das Schaffen von Hans Josephsohn.

Der in Zürich tätige Hans Josephsohn beschäftigte sich zeitlebens anhand eines radikal reduzierten Repertoires von Stehenden, Sitzenden, Liegenden sowie Ganz- und Halbfiguren mit grundlegenden Fragen der bildhauerischen Darstellung des Menschen. Die Liegenden, die ihn über fünf Jahrzehnte bis zu seinem Tod 2012 beschäftigten, scheinen als Figuren eine aus der nächsten hervorzugehen, jede neue Plastik schliesst an die letzte an. In den Oberflächen und Volumen seiner Werke findet man ein Stunden, ein Dehnen und Hinausschieben der Zeit: eine Auseinandersetzung mit bildhauerischen Fragen von Zeitlichkeit und Prozessualität.

In ihrem Vortrag stellen die Wissenschaftlerinnen verschiedene Zeit‒Bezüge heraus: Obwohl Josephsohns Werke zeitlos erscheinen, schliessen sie doch an neueste Positionen der Plastik im ausgehenden 20. Jahrhundert an. Claudia Keller und Bärbel Küster sind die Herausgeberinnen eines Sammelbandes, der im Herbst 2020 die Ergebnisse einer internationalen Tagung an der Universität Zürich zum 100. Geburtstag des Künstlers publiziert. Er erscheint unter dem Titel «Gestundete Zeit ‒ 100 Jahre Hans Josephsohn» bei Scheidegger & Spiess in Zürich.

Termin Samstag, 17. Oktober 2020 / Zeit 17.00 Uhr / Kosten CHF 10.- / Anmeldung bis 2 Tage vor der Veranstaltung per E-Mail.

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