Rorschach in der Kantonsratssession ganz im Zentrum

Ab morgen Montag findet die mit Spannung erwartete Kantonsratssession statt. Im Zentrum steht die ganze Spitaldebatte und auch der Finanzausgleich. Also gleich zwei brisante Themen, die vor allem unsere schöne Stadt am See ganz direkt betreffen. Während man das Spital Rorschach anscheinend bereits aufgegeben hat und nur noch ganz kühne Optimisten da mit einer Rettung in allerletzter Sekunde rechnen, dürfte auch der innerkantonale Finanzausgleich viel Staub aufwirbeln. Es geht halt einmal mehr ums Geld und vor allem auch darum, ob und wie man zukünftig etwas mehr Solidarität leben will. Mal schauen, in welchem Mass die VolksvertreterInnen auch ein regionales Denkvermögen zeigen werden.

Der Wahlkreis Rorschach hat 10 Kantonsräte in der Pfalz. Das sind

  • Röbi Raths, FDP, Rorschach
  • Guido Etterlin, SP, Rorschach
  • Michael Götte, SVP, Tübach
  • Sandro Wasserfallen, SVP, Goldach
  • Mäge Lutherbach, SVP, Steinach
  • Rahael Frei, FDP, Rorschacherberg
  • Dominik Gemperli, CVP, Goldach
  • Luzia Krempl-Gnädinger, CVP, Goldach
  • Andrea Schöb, SP, Staad
  • Jeanette Losa, Grüne, Mörschwil

Man kann ja dann während oder nach der Session selber nachschauen, ob und wie und wer da in Sachen Spital und Finanzausgleich abgestimmt hat.

In Sachen Spital scheint es nochmals etwas Bewegung zu geben. Die beiden Goldacher Dominik Gemperli und Sandro Wasserfallen werden in der kommenden Session eine einfache Anfrage einreichen und sehen allenfalls in der Zukunft der Klinik St. Georg in Goldach auch eine Chance für die Region am Bodensee. Dass der Standort Rorschach wohl endgültig beerdigt wird ist auch für Regierungsrat Bruno Damann gemäss seinem Interview im gestrigen Tagblatt bereits sehr klar.

Nachstehend der Text der einfachen Anfrage:

Die Ostschweiz hat auch schon darüber berichtet:




1 Kommentar zu "Rorschach in der Kantonsratssession ganz im Zentrum"

  1. Wo kein gemeinsamer Wille – da ist auch keine öffentliche Infrastruktur!
    In Goldach bewirbt sich für die Klinik St. Georg mit ihrer voll ausgestatteten Infrastruktur eine „national bekannte und renommierte Anbieterin im Gesundheitswesen“ um einen Leistungsauftrag, um ambulante und stationäre Dienstleistungen in der Akut- und Altersmedizin anbieten zu können, damit eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung in der Region Rorschach möglich ist. Und mit der Aufnahme auf die Spitalliste böte sich die Möglichkeit, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu behalten. Tönt gut! Sind genau die Gründe für den Erhalt des Spitals Rorschach!

    Warum aber gelten für Privatkliniken andere Kriterien als für öffentliche Spitäler? Der privaten Anbieterin wird per se attestiert, dass bei ihr – weil renommiert! – die Wirtschaftlichkeit ausgewiesen sei. Dem Spital Rorschach wird die Wirtschaftlichkeit per se – weil NICHT renommiert? – aberkannt. Und dies trotz derselben Nähe zum öffentlichen Zentrumsspital? Trotz demselben vermeintlich sinkenden Bedarf an Spitalbetten? Trotz denselben sinkenden Fallzahlen und Operationen? Trotz demselben Mangel an Fachpersonal? Profiteure dieser volkswirtschaftlich völlig falschen Strategie sind die Rosinen pickenden privaten Anbieter. Kosten im Staatshaushalt werden dadurch absolut keine gespart und die Rechnung bezahlen am Schluss wir alle mit Steuern, Krankenkassenprämien und gleichzeitig fehlender öffentlicher Infrastruktur.

    Nun scheint es so, dass die Herren Kantonsräte Wasserfallen und Gemperli nochmals denselben Fehler machen und sich im Alleingang in Goldach für eine Privatklinik einsetzen, die wahrscheinlich vor Jahren von russischen Investoren als Geldwäscheprojekt missbraucht wurde, wegen illegalen Stammzellentherapien ins Zwielicht gekommen ist und vor zwei Jahren wegen fehlender Wirtschaftlichkeit schliessen und 40 Fachpersonen entlassen musste!

    Einen solchen Einsatz für die Region und für den Erhalt des Spitals Rorschach habe ich bei sämtlichen Gemeindebehörden und KantonsrätInnen von CVP, SVP und FDP der ganzen Region Rorschach schmerzlich vermisst. Der Wille hat offensichtlich gefehlt!

    Brigitta Kuratli

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