PeLago-Sanierung ist auf Kurs

Die Detailplanung zum komplexen Sanierungs- und Bauprojekt im PeLago liegt ohne kostenmässige Überraschungen perfekt im Zeitplan. Das PeLago lud am Freitag, 6. Juli 2018, die Öffentlichkeit zum Informationsabend betreffend Bau- und Sanierungsprojekt ein. Über 80 Interessierte haben sich eingefunden. Das beitragsbild oben zeigt v.l.n.r. Daniel Skeledzic, Stefan Räbsamen (beide Architekten der RLC Architekten AG Rheineck), Ingrid Markart (Heimleiterin) und Beat Hirs (Verwaltungsratspräsident).

Beat Hirs, Verwaltungsratspräsident, fasste rückblickend zusammen: 1. ausgezeichnetes Abstimmungsergebnis vom 21. Mai 2017; 2. Genehmigung des Baukredits von 8.7 Mio. zuzüglich 0.5 Mio. Franken (Vorprojekt) und 3. Bestätigung der bisherigen regionalen Strategie mit Spezialisierung auf Schwerdemenz und intensive Pflege im PeLago.

Einsprachen seien ausgeblieben. Die RLC Architekten AG, Rheineck, habe nach Durchführung des Vorprojekts auch den Zuschlag für die Ausführung erhalten. Deshalb könne planmässig laut damaligen Abstimmungsunterlagen im Jahr 2019 begonnen und Ende Jahr 2020 abgeschlossen werden. Der Stopp des Erweiterungsprojekts habe sich als richtig erwiesen. Pflegebedürftige Menschen könnten Dank altersgerechten Neubauten, pflegenden Angehörigen und Spitexdiensten deutlich länger zu Hause bleiben als ursprünglich prognostiziert. Das Erweiterungsprojekt sei jedoch bereit und könne bei regionalem Bedarf jederzeit rasch realisiert werden.

Stefan Räbsamen und Daniel Skeledzic, RLC Architekten AG Rheineck, zeigten die wichtigsten Ziele des Projekts auf: Demenzgarten mit direktem Zugang vom ersten Obergeschoss, bauliche Anpassungen für Betriebsoptimierungen, Erneuerung der Infrastruktur von Küche, Lingerie und Energieerzeugung. Von den insgesamt sieben Projektschritten befinde man sich bereits im fünften Abschnitt Detailphase. Mit den Plänen präsentierte Stefan Räbsamen die betrieblich zu verbessernden Punkte. Die umfangreichsten Massnahmen würden in der ersten Bauphase im Parterre und im ersten Untergeschoss erledigt. Das Ausmass der Eingriffe zeigte sich deutlich in den intensiv rot und gelb markierten Flächen und Linien auf den Plänen. Aktuell würde die Ablauf- und Baustellenplanung erstellt. Gerade in der Etappenplanung seien die Betriebsbedürfnisse während Bau besonders zu berücksichtigen. Die Arbeitsausschreibungen erfolgten ab Herbst. Die Etappierung der Eingriffe werde auf den Betrieb ausgerichtet.

Ingrid Markart, Geschäftsleiterin, betonte die grosse Bedeutung der Optimierungen für schwerdemente Menschen und betriebliche Abläufe. Sie formulierte die wichtigsten Herausforderungen im Bau aus Betriebssicht: Optimal planen, Kosten steuern, Informationsfluss sicherstellen, flexibel Bauprozesse unterstützen und die Sicherheit aller gewährleisten. Markart weiss, dass Lärm und Ungewohntes schwer an Demenz erkrankte Menschen besonders belasten. Erklärungen würden diese meistens nicht verstehen. Deshalb seien sie besonders zu schützen. Im Januar 2019 würden alle Mitarbeitenden zusätzlich auf Sicherheitsfragen im Bau geschult. Das Restaurant Opera werde für externe Gäste während des Küchenumbaus geschlossen. Die Mahlzeiten für BewohnerInnen, Mitarbeitende und Bauleute würden in einem Provisorium produziert. Die Bettenbelegung sei auf höchstens 80 BewohnerInnen zu halten, verbunden mit personellen Anpassungen. Diese seien vorerst umgesetzt. Die Baukostenkontrolle sei durch mehrfache Prüfungen und frühzeitige Informationen zu allfälligen Abweichungen aufgegleist.

Das Team freue sich sehr auf die Verbesserungen für schwer an Demenz erkrankte Menschen. (pd/im)

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