Das wird wahrscheinlich noch sehr eng …

Gestern hat die CVP Rorschach zur ersten öffentlichen Podiumsdiskussion der bevorstehenden Abstimmung um die „Plus-Minus-Initiative“ eingeladen. Das Treppenhaus war rappelvoll. Nach dem Eintretensvotum von Dominik Gemperli (Gemeindepräsident Andwil), der selber als Vorsteher der Gemeinde in einer aktuellen Fusionsdebatte steht (im Februar haben Gossau, Andwil und die Schulgemeinde Andwil-Arnegg grünes Licht für eine mögliche Fusionsabstimmung gegeben) hat Gisela Tobler als Podiumsleiterin Lukas Reichle (pro, Rorschach) und Monika Lehmann (contra, Rorschacherberg) zu ihren Gründen für das jeweilige Engagement befragt.

Die Diskussion brachte es früh auf den Punkt: das Geld und der Steuerfuss sind eng mit diesem Anliegen verbunden. Voten in der Diskussion liessen immerhin darauf schliessen, dass in der Bevölkerung auch noch andere Schwerpunkte berücksichtigt werden.

Fazit 1: An der Startveranstaltung im HPV hat Regierungsrat Martin Klöti unter anderem eindrücklich davor gewarnt, Diskussionen in dieser Form von möglichen Gemeindefusionen, lediglich auf der Finanzebene zu diskutieren. „Dann lasst lieber die Finger davon“, hat er damals den rund 250 Anwesenden zugerufen. Seine Botschaft scheint noch nicht angekommen zu sein.

Fazit 2: Für die bevorstehende Abstimmung vom 18. Mai 2014 muss noch viel Basisarbeit geleistet werden. Wenn es nicht gelingt, mehr Emotionalität in diesen Abstimmungskampf zu bringen, wird das verdammt eng.

Und zum Schluss noch eine ganz persönliche Anmerkung: Bei Abstimmungen kann man immer dafür oder dagegen sein. Die besseren Argumente sollen am Schluss den Ausschlag geben, wenn das Stimmvolk zur Urne gerufen wird. Es gibt für mich aber echt keinen Grund, gegen Teil 1 dieser Initiative zu sein. Mit einem Ja in allen drei Gemeinden werden wir diese Welt nicht von Grund auf erneuern, sondern lediglich dafür sorgen, dass wir mit dann bekannt klaren Fakten als mündige BürgerInnen darüber entscheiden, ob wir die Zukunft gemeinsam oder weiterhin im bekannten Rahmen gestalten wollen.

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