Farbenfrohes Spektakel am Festwochenende

Heiden feiert am kommenden Wochenende das 9. Biedermeierfest. Das OK hat den Medien letzten Freitag nachstehende Pressemitteilung verschickt:

Heiden begibt sich am ersten September-Wochenende auf eine Zeitreise. Am traditionellen Biedermeier-Fest in Heiden am 5./6. September 2026 erweckt altes Handwerk wie Buchbinder, Korbmacher, Klöppler, Gürtler, Schuhmacher oder Schmied zum Staunen. Der Festumzug am Sonntag mit über 25 Gruppen und rund 500 Mitwirkenden aus dem In- und Ausland wird zum Höhepunkt. Der Gastkanton Nidwalden zeigt am Fest seine Kultur, Traditionen und Tourismus. Zwei Festwirtschaften im Festzelt und im Kursaal sowie zwei Kaffehäuser und die Essensstände an der Wirtsgasse bieten Speis und Trank. Auf der Bühne im Festzelt und auf dem Festgelände unterhalten junge und arrivierte Musikformationen, die Biedermeier-Tanzgruppe, ein Strassenkünstler und Drehörgeler. Der Biedermeier-Abend am Samstag im Kursaal bietet Unterhaltung und Tanz wie an einem Ball. Ein nostalgisches Kinderkarussell und Kutschenfahrten lassen das Fest für Familien zum Erlebnis werden. Das Pop-up-Museum im begehbaren Biedermeier-Schrank ist bereits seit dem 20. August zum Informieren und als Fotosujet beliebt.

Mit dem Biedermeier-Fest erinnert Heiden im Appenzellerland über dem Bodensee an die Biedermeierzeit, in welcher der Dorfbrand von Heiden im Jahr 1838 und der anschliessende Wiederaufbau im klassizistischen Stil geschah. Der Verein Biedermeier Heiden organisiert alle 4 Jahre das Biedermeierfest. Das erste Biedermeier-Fest fand 1988, also 150 Jahre nach dem Dorfbrand statt. Das Biedermeierwesen ist in Heiden zum gelebten Kulturgut geworden. Am 5./6. September 2026 ist es wieder soweit. Heiden nimmt die Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland mit auf eine Zeitreise. Dank den eindrücklichen Gewändern beeindrucken über 200 Menschen aus Heiden und Umgebung mit ihren schönen Kleidern, flanieren, lassen sich fotografieren und tanzen.

Altes Handwerk bestaunen
In drei Zelten und vielen offenen Ständen zeigt sich altes Handwerk wie Buchbinder, Korbmacher, Klöppler, Gürtler, Schuhmacher oder Schmied. Dazwischen wird am Nostalgiemarkt Kunsthandwerk wie handgesiedete Seifen, Naturheilmittel, St. Galler Stickereien oder Rosen- und Perlenkreationen feil geboten. Die Vielfalt von Handwerk, Gewerbe und Nostalgie bringt Alt und Jung zum Staunen.

Festumzug mit 27 Gruppen erleben
Ein Höhepunkt des Biedermeier-Festes ist der Festumzug am Sonntag, 6. September um 14.00 Uhr. Auf einer Umzugsstrecke von über 1.4 Km und 27 Gruppen unterhalten über 500 Mitwirkende aus dem In- und Ausland die Menschen am Strassenrand. Viel Musik, historische Gruppen aus dem Ausland und Vereine aus der Region sorgen für eine einzigartige Stimmung. Schöne Kutschen, Strassenkünstler und Drehorgelspiel unterhalten die Besucherinnen und Besucher an den Strassen. In anderen Jahren hat das Festwochenende schon über 10‘000 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region und dem nahen Ausland erfreut – mit viel Farbe, Musik und Überraschendes zum Thema Biedermeier.

Gastkanton Nidwalden überrascht
Dieses Jahr ist am Biedermeier-Fest erstmals ein Gastkanton präsent. Der Kanton Nidwalden zeigt seine Kultur, Traditionen, Tourismus und stellt sich im Nidwaldner Zelt vor. Kulinarische Spezialitäten aus der Innerschweiz bereichern das Angebot an Speis und Trank. Rangerinnen der Stanserhornbahnen zirkulieren auf dem Festgelände. Am Festumzug am Sonntagnachmittag ist Nidwalden mit einem halben Dutzend Gruppen vertreten. Blasmusik, Trychler und der Nidwaldner Harst, ein Symbol der Staatsgewalt zu Zeiten der Landsgemeinde, überraschen am Festumzug.

Pop-up-Museum auf dem Kirchplatz informiert
Bereits seit dem 20. August 2026 ist der begehbare Biedermeierschrank auf dem Kirchplatz unter dem Motto „Geschichte aus dem Schrank“ von 07.00 – 20.00 Uhr täglich geöffnet und frei zugänglich. Der Schrank ist nicht nur Informationsvermittlung, sondern auch temporäres Wahrzeichen und dank dem beindruckenden 3D-Effekt der Innenwand und dem Spiegeleffekt der Innentür e-in beliebtes Fotosujet. Alle Schulen im Appenzellerland wurden eingeladen, das Pop-up-Museum zu besuchen.

Biedermeier-Abend lädt zum Tanz ein
Am Samstagabend findet der öffentliche Biedermeier-Abend statt. Die Kinder-Volkstanzgruppe hat in den 4 Wochen vor dem Fest in der Schule fleissig geübt und zeigt sein Bestes. Natürlich ist auch die Tanzgruppe des Vereins Biedermeier Heiden mit der Francaise nach der Quadrille aus der Feder von Johann Strauss Sohn präsent. Ein DJ spielt Musik aus der Biedermeierzeit wie an einem Ball. Die bekannte Oldies-Bar „Move to the groove“ lädt zum gemütlichen Ausklang an der Bar ein. Der Eintritt zum Biedermeier-Abend ist frei. Es wird ein festliches Abendessen angeboten. Da die Platzzahl beschränkt ist, wird eine Anmeldung über die Webseite www.biedermeier-fest.ch empfohlen.

Brocante im Haus Krone verspricht Trouvaillen
Im Haus Krone auf dem Kirchplatz findet eine Brocante statt. An diesem Flohmarkt werden Gegenstände aus dem 19. Jahrhundert feilgeboten und laden zum Schmöckern und Feilschen ein.

Speis und Trank für alle
Zwei Festwirtschaften im Festzelt und im Kursaal sowie in zwei Kaffeehäusern und acht Essensständen an der Wirtsgasse (so hiess Food-Meile in der Biedermeierzeit) bieten für jeden Geschmack Speis und Trank. Überraschende Angebote bei fairen Preisen verwöhnen den Gaumen der Besucherinnen und Besucher.

Musik, Tanz und Strassenkünstler faszinieren
Auf der Bühne im Festzelt auf dem Dunantplatz und an verschiedenen Orten auf dem Festgelände unterhalten junge Musikformationen wie das Jugendorchester „Vivace“ der Musikschule Appenzeller Vorderland, das Trio Bergweid oder Sol Do mit der Kinder-Volkstanzgruppe der Schule Heiden, der Strassenkünstler Cesco, bekannt vom „Aufgetischt“ in St. Gallen, das Alphorntrio Kellenberger und eine schöne Gruppe Drehorgelmusikanten.

Landesverteidigung wie 1861
Eine besondere Attraktion bietet das Zeltlager der Compagnie1861 des Unteroffziersvereins Uster. Sie zeigt wie die Schweizer Armee nach der Biedermeierzeit bekleidet und bewaffnet war und wie die Soldaten gelebt und was sie gegessen haben. Besucherinnen und Besucher können sich einmal mit dem Umgang mit Schwarzpulver versuchen.

Erlebnisse für Familien
Kutschenfahrten durchs Dorf lassen Besucherinnen und Besucher zu Biedermeier werden. Ein nostalgisches Kinderkarussell mit Preisen wie im vorletzten Jahrhundert erfreut jedes Kinderherz. Im Kirchgemeindehaus werden Kinder zwischen 3 und 8 Jahren für max. 2 Stunden betreut. Es werden vorwiegend Holzspielsachen aus der Biedermeierzeit gespielt. (Text/Bilder: pd bfh nn)

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