Oberstufe Steig, Rorschacherberg: Schule, die verblüfft

Der letzte Tag im November, ein Donnerstag. Der erste Schnee liegt auf der Schulanlage Steig in Rorschacherberg. Es ist nasskalt, nicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Doch zum Schulbeginn ist diesmal alles ein wenig anders als sonst.

Zu musikalischen Klängen öffnet ein Portier mit Anzug und Zylinderhut den Schülerinnen und Schülern die Eingangstür zum Schulhaus und begrüsst sie. Ein Lehrer pumpt bei Bedarf die Reifen von Velos. Weitere Lehrkräfte bieten an, die Brillengläser und Handydisplays zu polieren, Stifte zu spitzen oder den Rucksack aufzuräumen, während man sich an einem anderen Ort im Schulhaus die Schuhe putzen lassen kann. Zwei kräftige Träger transportieren die schweren Schultaschen die Treppe hoch in die Schulhäuser und es gibt sogar eine Meldestelle für gute Witze. An manchen Tagen läuft eben einiges unerwartet, wenn die Lehrpersonen plötzlich Dienstleistungen aller Art anbieten.

Schulleiter Samuel Bernet, der an diesem Morgen Rucksäcke befördert, sagt: «Viele Jugendliche waren komplett überrascht. Eine Schülerin fragte mich schmunzelnd, ob ich eine Wette verloren hätte. Die Antwort war klar: Nein, wir tun das, um euch eine Freude zu machen.» Die Begeisterung in den Gesichtern der jungen Menschen und die positive Stimmung im Schulhaus sprechen für sich. Gerade in bewegenden Zeiten möchte die Oberstufe Steig eine Schule sein, die immer wieder verblüfft und den jungen Menschen Vertrauen und Zuversicht entgegenbringt. (Text: pd sb / Foto: : Isolde Schmid)

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